Breiter Mix an Wohnungen

Pläne für Jordan-Areal in Kassel werden konkreter

Das Luftbild zeigt das ehemalige Jordan-Areal zwischen Glockenbruchweg und Eugen-Richter-Straße.
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Blick von oben: Auf dem ehemaligen Gelände der Firma Jordan entstehen mehr als 200 Wohnungen.

Die Gestaltung des Jordan-Areals in Kassel wird immer konkreter. Für den westlichen Teil des Geländes hat ein Kasseler Architekturbüro den Zuschlag bekommen.

Süsterfeld-Helleböhn – Es geht voran. Die Wohnungsbaupläne für das ehemalige Firmenareal der Firma Jordan in Süsterfeld-Helleböhn werden konkreter. So steht nun fest, dass die Architekten von Foundation 5+ den am Glockenbruchweg befindlichen Wohnblock gestalten werden. Eine Fachjury hat dem Kasseler Büro den Zuschlag erteilt. „Am Ende haben Nuancen entschieden“, sagt Christian Wedler, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft GWH, die das Grundstück gekauft hatte.

Der westliche Teil des Areals zwischen Eugen-Richter-Straße und Glockenbruchweg liegt den Planern besonders am Herzen. Erstens sei das Gelände topografisch nicht ohne, erklärt Wedler. Zweitens besitze der Zugang vom Glockenbruchweg aus eine Art Entrée-Charakter, und drittens solle sich in diesem Bereich ein Quartiersplatz befinden: „Foundation 5+ hat für die Herausforderungen die besten Lösungen gefunden.“

In diesem Zusammenhang nennt Wedler wichtige Kriterien. Zum Beispiel soll es einen breiten Mix an Wohnungen geben. Das beträfe die Größe, die Barrierefreiheit, geförderter Raum sei auch dabei, Wohnungen für Ältere und für Familien: „Wir wollen in dem entstehenden Quartier ein Abbild der Gesellschaft haben.“ Der Quartiersplatz, der zentral im westlichen Teil liegen wird, soll eine Ruhe-Oase sein, wie Wedler sagt. Gleichzeitig solle dieser Bereich auch mit Leben gefüllt werden. Eine Kita und ein Familienzentrum sollen dort Platz finden, der Innenhof soll begrünt und gemeinschaftlich nutzbar sein.

Zur Eugen-Richter-Straße hin ist der Platz von höheren Gebäuden mit fünf Geschossen geschützt. Richtung Glockenbruchweg sollen die Geschosse weniger werden. Dort sind Häuser mit vier Etagen geplant, wobei die oberste Ebene nach hinten und in Farbigkeit und Material abgesetzt ist. Dies erweckt den Eindruck, als handele es sich nur um drei Etagen. Wedler spricht vom Penthouse-Geschoss, auf dem sich auch eine Dachterrasse befinden soll.

Für die Fassade der Erdgeschosse ist heller Klinker vorgesehen, außerdem bodentiefe Glasabschnitte. Die einzelnen Treppenräume fungieren als vertikale Gliederung. Neben optischen Aspekten legen die Planer großes Augenmerk „auf die Entwurfskonzeption der Erschließung“, erklärt Wedler. Was er damit meint: Autos sollen draußen bleiben. Das Quartier solle befahrbar sein, ja, aber: „Wir wollen keine Nullachtfünfzehn-Straßen.“

Dementsprechend gebe es eine rege Diskussion, was Parkplätze anbelangt. Ob unterirdisch, ob in einem Parkhaus – das werde debattiert. Im nächsten Schritt soll erst mal der östliche Teil des Areals detaillierter in Angriff genommen werden. Wenn alles nach Plan läuft, soll im Herbst das Bebauungsplanverfahren gestartet werden. Geplant sind auf dem 25 000 Quadratmeter großen Gelände mehr als 200 Wohnungen. (Robin Lipke)

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