Schaden von 200.000 Euro angerichtet

Kasseler Polizei zerschlägt Einbrecherbande

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Einbrecher am Werk: Dieses nachgestellte Bild zeigt einen Mann, der eine Tür aufbricht.

Kassel. Die Kasseler Polizei hat eine Einbrecherbande zerschlagen. Der Gesamtschaden, den die drei Tatverdächtigen aus Kassel bei den bislang bekannt gewordenen Straftaten angerichtet haben, liege vermutlich deutlich über 200.000 Euro.

Nach Angaben von Polizeisprecher Jungnitsch sollen auf das Konto der drei Tatverdächtigen rund 60 Wohnungseinbrüche in Kassel, Frankfurt und Göttingen sowie vermutlich mehrere Hundert Betrugsfälle nach betrügerischen Internetbestellungen gehen.

Kripobeamte der „EG Bruch“ im Fachkommissariat K 21/22 sei es in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachdienststellen gelungen, die dreiköpfige Einbrecherbande festzunehmen. Die drei Männer im Alter von 20, 22 und 25 Jahren, für die die Kasseler Staatsanwaltschaft Haftbefehle beantragt hatte, sitzen mittlerweile alle in Untersuchungshaft.

Intensive Ermittlungen

Nach einer Serie von Wohnungseinbrüchen in Kassel Anfang des Jahres sei nach Auswertung von Tatortspuren zunächst ein 22-Jähriger aus Kassel in den Fokus der Fahnder geraten. Der Tatverdacht gegen diesen Mann konnte durch weitere, intensive Ermittlungen soweit erhärtet werden, dass ein Haftbefehl gegen ihn erlassen wurde. Nachdem sein Unterschlupf in Kassel lokalisiert worden sei, nahmen die Fahnder den Mann Anfang Februar fest. Im Zuge der sich anschließenden Ermittlungen gelang es den Beamten schließlich, zwei mutmaßliche Mittäter des 22-Jährigen zu identifizieren.

Beide hatten sich, nachdem sich die Festnahme des 22-Jährigen offenbar in ihren Kreisen rumgesprochen hatte, bereits aus Kassel abgesetzt. Damit riss Anfang Februar auch die Einbruchsserie in Kassel abrupt ab.

Bei der Fahndung nach den beiden noch flüchtigen Tatverdächtigen ließen die Ermittler aber nicht locker. Am 25. März verdichteten sich die Hinweise, dass sich zumindest der 25-Jährige wieder in Kassel aufhält. Er konnte nach verdeckten Maßnahmen Ende März vom SEK Kassel nahe der Weserspitze ohne Widerstand festgenommen werden. Wie sich herausstellen sollte gerade noch rechtzeitig, denn der 25-Jährige wollte sich noch am gleichen Tag auf die Balearen absetzen.

In Berlin erwischt

Der 20-jährige Tatverdächtige sei schließlich am Mittwoch dieser Woche von Beamten der EG Bruch in Zusammenarbeit mit der Berliner Polizei in einer großen Pension in der Bundeshauptstadt festgenommen worden. Gegen ihn lag bereits ein internationaler Haftbefehl vor, da sich der 20-Jährige über verschiedene Stationen zwischenzeitlich auf die kanarischen Inseln abgesetzt hatte.

Auch dort war er nach Ermittlungen der Kasseler Polizei aufgespürt worden, konnte aber noch vor dem Zugriff der spanischen Behörden zunächst wieder untertauchen. (use)

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