Einbrecher hatten es in Innenstadt auf Geld abgesehen

Einbruchsserie in Kassel: Täter schlugen 20 Mal zu

Serie in Kassel: Unbekannte Täter, hier handelt es sich um ein Symbolbild, brachen in der Nacht zum Donnerstag in mehrere Bürogebäude in der Innenstadt ein. Archivfoto:  dpa

Kassel. Ein oder mehrere Einbrecher sind in der Nacht zum Donnerstag in mehrere Bürogebäude in der Kasseler Innenstadt eingestiegen und haben dabei insgesamt einen fünfstelligen Betrag erbeutet. Nach Angaben der Polizei wurden am Donnerstag rund 20 Anzeigen von den Betroffenen erstattet.

Die Täter waren unter anderem in Arztpraxen, Versicherungen, eine Physiotherapie-Praxis, eine Sprachenschule, eine Anwaltskanzlei und ein Steuerberatungsbüro eingebrochen. Bei mehr als der Hälfte der Einbrüche handele es sich um Versuchstaten, bei denen die Täter es entweder nicht schafften, in die Räume zu gelangen, oder dort keine Beute fanden. Die Ermittler des für Einbrüche zuständigen Kommissariats K 21/22 gehen davon aus, dass es sich bei allen Einbrüchen um die selben Täter handelt.

In den überwiegenden Fällen hätten Mitarbeiter am Donnerstagmorgen die Taten entdeckt und die Polizei verständigt. Eingebrochen wurde in Bürogebäude an der Fünffensterstraße 6, dem Ständeplatz 15 und 18. Weitere Tatorte befanden sich an der Friedrich-Ebert-Straße und der Kölnischen Straße. Der oder die Täter hatten es in den meisten Fällen auf Geld abgesehen.

In allen Fällen sei gewaltsam in die Büros eingedrungen worden, teilweise seien auch verschlossene Schränke und Schubladen aufgehebelt worden. In vielen Fällen liege der entstandene Sachschaden höher als der Wert der Beute, sagt Knöll.

Erst im vergangenen Jahr war die Zahl der Einbrüche drastisch gestiegen. In der Stadt Kassel hatten sich 2011 die Einbrüche auf 715 Fälle fast verdoppelt, im Landkreis gab es einen Anstieg um 70 Prozent auf 332 Fälle. Die Polizei lieferte dafür auch eine Erklärung: Die Bekämpfung der Drogenkriminalität und die Zunahme der Kontrollen unter Süchtigen hätten einen Anstieg der Beschaffungskriminalität und damit der Einbrüche zur Folge. Würden einem Abhängigen die illegalen Drogen abgenommen, müsse er sich irgendwo Geld für neue besorgen. Die Zahl der registrierten Rauschgiftdelikte hatte sich in der Stadt von 930 Fällen (2010) auf 1072 im vergangenen Jahr erhöht. Laut Polizei stammten im vergangenen Jahr 56 Prozent der Tatverdächtigen bei Wohnungseinbrüchen aus dem Drogenmilieu. (use)

Hinweise auf die Täter nimmt die Polizei unter Tel. 05 61/9100 entgegen.

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