Zahlen sind im ersten Halbjahr deutlich gestiegen

Einbrüche nehmen in Stadt und Landkreis zu

Kassel. Die Zahl der Einbrüche hat in der Stadt Kassel seit Ende vorigen Jahres deutlich zugenommen. Während 2010 insgesamt 482 Wohnungseinbrüche in Kassel verübt wurden (2009: 413), hat die Polizei in diesem Jahr bereits 363 Fälle registriert.

Im Durchschnitt gab es damit im vorigen Jahr pro Monat etwa 40 Einbrüche, (2009: 34). Im ersten Halbjahr 2011 liegt der monatliche Durchschnittswert bei 57. Das entspricht einem Anstieg um mehr als ein Drittel.

Ähnlich sieht es im Landkreis Kassel aus: Während hier im vorigen Jahr 222 Wohnungseinbrüche angezeigt wurden (2009: 204), sind in diesem Jahr bis heute schon 172 Fälle registriert worden.

Über die Gründe des Anstiegs lägen der Polizei noch keine Erkenntnisse vor, sagt Sprecherin Sabine Knöll. „Anders als bei der Autodiebstahl-Serie, wo wir wissen, dass es sich um Bandenkriminalität handelt, ergibt sich bei den Einbrüchen derzeit noch kein eindeutiges Bild.“

Die Streifentätigkeit, auch in Zivil, sei bereits erhöht worden. Doch Einbrecher machten sich meist in Gärten oder Hinterhöfen an Fenstern und Türen zu schaffen. In diese Bereiche habe die Polizei ohne Weiteres keinen Einblick. Über weitere Konzepte, um den vermehrten Einbrüchen entgegenzuwirken, könne die Polizei aus taktischen Gründen nichts sagen. Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen lag in der Stadt in den vergangenen Jahren bei 16 Prozent.

Nicht nur in den Wintermonaten, wenn die Täter im Schutz der Dunkelheit operieren können, nehmen die Einbruchszahlen regelmäßig zu. Auch in der Urlaubszeit steigt das Risiko. Im Internet-Zeitalter haben Einbrecher dabei neue Möglichkeiten auszuspähen, welche Wohnungen verlassen sind. Viele Nutzer sozialer Netzwerke wie Facebook teilen dort ihre Urlaubsziele mit. Laut Polizei ist nicht auszuschließen, dass auch in Kassel Einbrecher auf diese Weise schon leichtes Spiel hatten.

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Von Katja Rudolph

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