Kassel Marketing: Wieder knapp zwei Millionen Menschen auf Weihnachtsmarkt

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Schlechter besucht als im Vorjahr: Auf dem Märchenweihnachtsmarkt auf dem Friedrichs- und Königsplatz waren besonders in den vergangenen zwei Wochen weniger Menschen als im Vorjahr zu sehen.

Kassel. Auch in diesem Jahr haben wie im Vorjahr wieder knapp zwei Millionen Menschen den Kasseler Märchenweihnachtsmarkt besucht. Diese Zahl nannte am Mittwoch Angelika Hüppe, Kaufmännische Leiterin bei Kassel Marketing.

„Grundlage für die Einschätzung ist die Aussage des Vorstands der Einzelhändler und erfahrener Markthändler.“ Dies spiegelten auch die Umsatzzahlen auf dem Markt wider.

In den ersten beiden Wochen (22. November bis 5. Dezember) sei der Markt auf Friedrichs- und Königsplatz sogar noch besser als im Vorjahr besucht gewesen, sagt Hüppe. Sie geht von einer Steigerung von zehn Prozent für diesen Zeitraum aus. „Leichte Einbrüche“ hätten aufgrund der Witterung in der zweiten Hälfte hingenommen werden müssen.

Die Zahlen von Kassel Marketing entsprechen allerdings nicht den Angaben verschiedener Händler. „Es waren weniger Menschen als im vergangenen Jahr da“, sagt Bernd Tkoczyk, der einen Stand mit Crèpes auf dem Friedrichsplatz und einen mit Handschuhen und Mützen auf dem Königsplatz hat. Speisen seien weniger als sonst nachgefragt worden.

Lieferprobleme

An seinem Stand mit Mützen und Handschuhen sei hingegen viel los gewesen. Hier habe es nur das Problem gegeben, dass die Lieferanten nicht nachgekommen wären, neue Ware zu liefern. Grund dafür sei das schlechte Wetter gewesen. Den Organisatoren des Marktes gibt Tkoczyk keine Schuld für den Besucherrückgang: „Die haben alles gegeben.“

Auch die Großhändler, die die Buden des Marktes mit neuen Lebensmitteln beliefern, hätten den Rückgang gespürt. „Es war deutlich schlechter als im vergangenen Jahr“, sagt eine Großhändlerin. Sie führt das auf das Wetter sowie die Meldungen über eine mögliche Terrorgefahr auf Weihnachtsmärkten zurück.

Den „Terroralarm“ macht auch Dieter Eggert, Mitarbeiter an einem Glühweinstand, für die Einbußen mitverantwortlich. Es seien zwar viele Polizisten, aber dafür weniger Besucher auf dem Markt unterwegs gewesen.

Doch nicht alle klagen: Ein Händler des Hofs Fleckenbühl bei Marburg war in diesem Jahr zum zweiten Mal in Kassel vertreten, um Keramik anzubieten. „Bei uns ist es besser als im ersten Jahr gelaufen.“

Umsatzplus im Einzelhandel

Auch die Kasseler Einzelhändler sind mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden. Nach Angaben von Martin Schüller, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Hessen-Nord, freuen sich die Händler über einen Umsatzzuwachs von zweieinhalb bis drei Prozent. Von der „Konsumlaune trotz schlechten Wetters“ hätten alle Branchen profitiert: Mode, Elektronik, aber auch Klassiker wie Parfum und Schmuck seien stärker als im Vorjahr gekauft worden.

Der Weihnachtsmarkt hat noch heute bis um 20 Uhr geöffnet.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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