Uni-Gebäude an der Gottschalkstraße energetisch auf dem neuesten Stand

Kassel. Ein neuer Eingangsbereich samt Fahrstuhl, schicke Projekträume für Studenten und Büros für Professoren, überall neue Fenster, peppige Farben und ein traumhaft saniertes Treppenhaus aus den 1950er-Jahren.

Das renovierte, ehemalige Verwaltungsgebäude der Häute- und Fetteverwertung an der Gottschalkstraße 26 ist ein Gewinn. Für eine Million Euro aus dem Konjunkturprogramm ist das Haus in den vergangenen Monaten bei laufendem Studienbetrieb auf Vordermann gebracht worden. Denn seit dem Ankauf des Landes Hessen in den 1980er-Jahren hat sich die Uni Kassel in dem Gebäude, das immer noch Hafeka (Häute, Fette, Kadaver) genannt wird, niedergelassen. Der denkmalgeschützte Bau von 1955 wird vom Fachgebiet Landschaftsplanung genutzt.

Zwar gehöre es nicht zu den größten Kasseler Uni-Projekten, die Vorteile aus den Programmen von Land und Bund gezogen hätten, sagte Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) gestern. Es zeige jedoch auf überzeugende Weise, wie effizient diese umgesetzt worden seien. Insbesondere die energetische Sanierung wie die Wärmedämmung, den Brandschutz und die behindertengerechten Umbauten nannte die Ministerin. Der Investitionsschub sei in erster Linie der heimischen Wirtschaft zugutegekommen.

Unipräsident Prof. Rolf-Dieter Postlep betonte, dass die Baumaßnahmen erlaubten, mehr Räume und insgesamt bessere Studienbedingungen für die schnell wachsende Zahl von Studierenden zu schaffen - gegenwärtig sind es 20 600.

Durch das Sonderinvestitionsprogramm des Landes und das von Hessen mitfinanzierte Konjunkturprogramm II des Bundes stehen den hessischen Hochschulen 541 Mio. Euro bis 2012 zur Verfügung.

Die Uni Kassel hat aus dem Konjunkturprogramm einen Anteil von 16,3 Mio. Euro erhalten. Größter Posten ist die Gebäudesanierung am Standort Wilhelmshöher Allee (4,6 Mio.). Aus dem Sonderinvestitionsprojekt des Landes mit 612,6 Mio. Euro wird der Neubau des Campuscenters mit 20,1 Mio. Euro den größten Anteil des Geldes verschlingen.

Das Hafeka-Haus wird seit 2005 in kleinen Bauabschnitten im Innenbereich renoviert. Jetzt konnte es endgültig fertiggestellt werden. Die Projektsteuerung lag in den Händen der Bauabteilung der Uni, Architekt ist Friedhelm Schmidt (Kassel).

Von Beate Eder

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