HNA-Open-Air auf der Karlswiese: Aufbau der Bühne läuft

Schwere Last: Die Bühne vor der Orangerie nimmt Gestalt an. Die Rundbögen für die Dachkonstruktion wurden gestern mithilfe eines Krans in Position gehievt. Fotos: Koch

Kassel. Großeinsatz vor der Orangerie: Seit Dienstag wird die Bühne für das HNA-Open-Air-Konzert auf der Karlswiese aufgebaut. Mit drei 40-Tonnern ist die Firma Megaforce Bühnen und Veranstaltungstechnik aus der Nähe von Karlsruhe angerückt, die für den Aufbau verantwortlich ist.

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Am Nachmittag hatte sich das Team bereits bis zum Bühnenboden vorgearbeitet und die großen Bögen mit den Scheinwerfern zusammengesetzt. Ein Kran hievte die 800 Kilogramm schweren Teile in Position, die später auch die Dachplane tragen.

Zwei Tage dauert der Aufbau der sogenannten Rundbogenbühne, die an eine Konzertmuschel erinnert. „Jeder hat seinen Bereich, den er abarbeitet“, sagt Bauleiter Uwe Drahotta über die zehn Bühnenbauer, die in der Karlsaue im Einsatz sind. „Sonst würde das nicht funktionieren.“ Vier Mann bauen den Boden, zwei Staplerfahrer schaffen das nötige Material herbei, zwei Mann bereiten das Dach vor.

Aufbau für HNA-Open-Air läuft

Die Bühne hat mit einer Höhe von zehn Metern und einer Gesamtlänge von 24 Metern beachtliche Ausmaße. Weil sie als Konzertmuschel gestaltet ist, wird sie vor allem für Klassikveranstaltungen eingesetzt. Aber auch Popmusiker wie Ich + Ich, Peter Maffay und Unheilig hätten schon auf solchen Rundbogenbühnen gestanden, sagt Drahotta.

Angst vor Regen, der auch gestern fiel, haben die Männer nicht. Auch nicht vor großen Wassermassen. Der Rasen sei ordentlich nachgekalkt worden, sagt der Bauleiter. „Es ist kein schwieriger Boden, aber auch nicht die einfache Variante. Eine Betonfläche ist uns allemal lieber.“

Mehr als Wasser haben die Bühnenbauer starke Winde im Blick. Damit die Bühne auch bei Sturm fest auf dem Boden bleibt, wird sie an beiden Seiten mit acht Tonnen Ballast beschwert: Beton und mindestens 14 000 Liter Wasser, das die Jugendfeuerwehr Wolfsanger am Abend in die Tanks füllte. Auch wenn man für alle Fälle gerüstet sei und die Bühne selbst Windstärke zwölf aushalte, hoffe man natürlich, dass dieser Fall nie eintritt, sagt der Bauleiter.

Um bei Bedarf eingreifen zu können, bleiben zwei Bühnenbauer bis zum Ende der Veranstaltung vor Ort. Bei stärkerem Wind werden sie die rückwärtige Verkleidung abbauen, um weniger Angriffsfläche zu bieten. Aber bislang sind die Wetteraussichten für das HNA-Konzert zum Glück gut.

Von Ellen Schwaab

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