Zum elften Mal hatten Kulturorte in Kassel eine Nacht lang ihre Türen geöffnet

100.000 genossen Kasseler Museumsnacht

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Eine schöne Kasseler Museumsnacht

Kassel. Bei prächtigem Spätsommerwetter haben am Samstagabend in Kassel 100.000 Menschen eine rundum gelungene und harmonische Museumsnacht erlebt. Allein in die Museen strömten nach Auskunft von Ruth Wagner vom Kasseler Kulturamt 65.000 Menschen.

Viele andere ließen sich einfach durch die Nacht treiben, lauschten den zahlreichen Live-Musik-Angeboten, sahen die beleuchteten Wasserspiele im Park Wilhelmshöhe und genossen es einfach, sich draußen aufzuhalten.

"Wir haben mit der 11. Museumsnacht in Kassel ein qualitativ hochwertiges Niveau erreicht", sagt Wagner. Sowohl das Netzwerk der Kultureinrichtungen, der Sponsoren und die Zusammenarbeit mit der KVG seien stabil und funktionierten reibungslos. Insgesamt 40 Museen und Kulturorte hatten in Kassel in der Nacht zum Sonntag ihre Türen geöffnet. 400 Einzelveranstaltungen sorgten für Kurzweil und Entertainment. (chr)

Nach der Schließung der großen Museen ging es im neuen Szeneviertel rund um die Schillerstraße noch lange weiter. Ein beliebter Treffpunkt waren die Garagen-Bar der Galerie Fenster zum Hof, wo zu leckeren Cocktails Musik nach Wunsch aufgelegt wurde. Dies allerdings nicht mit dem Besten der 80er- und 90er-Jahre und den Hits von heute, sondern mit alten deutschen Schlagern von Lale Andersen, Gus Backus und Ralf Bendix.

Kasseler Museumsnacht 2011: Impressionen

Zweite Anlaufstelle und Nacht-Tränke im Schillerviertel war die Dachterrasse des brandthaus, wo bis vier Uhr morgens zu moderaten Housebeats getanzt und über die Kunst-Begegnungen des langen Abends diskutiert wurde. Auch hier gab es einen gemeinsamen Nenner: Der Hit der Museumsnacht war für das Nachtschwärmerpublikum auf jeden Fall die TAS-Galerie in der Erzberger Straße.

Bereits lange bevor Oberbürgermeister Betram Hilgen den Museumsabend um 17 Uhr im Kulturbahnhof eröffnete, hatte das Naturkundemuseum seine Türen für vorwiegend junge Besucher geöffnet.

Im Schlosspark Wilhelmshöhe spielte ein Barock-Ensemble in passenden Gewändern. Die erste Führung durch das Schloss startete ausgebucht.

Ab 19 Uhr pilgerten Tausende entlang der Meile - von KulturBahnhof über Fridericianum und documenta-Halle bis zur Orangerie. Auch im Schiller-Viertel füllte es sich schnell. In jeder Galerie eine Bar und vor dem brandthaus legte ein DJ auf. Am vollsten war es im Fenster zum Hof.

In dem ehemaligen Freudenhaus wurde jedes Zimmer anders gestaltet. Auf dem Dach tanzte eine Tänzerin im Kleid. Meistgehörter Spruch in dem Quartier Erzberger Straße/Wolfhager Straße: „Endlich kann man sich mal guten Gewissens und ohne Angst hierher trauen.“ Man möchte hinzufügen: … und in der Extase-Bar einen Schampus bestellen. (wd)

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