Regina Steenbeek-Schacht ist begeisterte Seglerin

Elisabeth-Krankenhaus Kassel hat neue Chefin

Hinter Regina Steenbeek-Schacht spiegeln sich die Patientenzimmer des Elisabeth-Krankenhaus Kassel.
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Hinter ihr spiegeln sich die Patientenzimmer: Regina Steenbeek-Schacht ist neue Geschäftsführerin im Elisabeth-Krankenhaus Kassel.

Wenn Regina Steenbeek-Schacht montagmorgens ihren Dienst antritt, dann kommt sie direkt vom Meer. Seit gut zwei Wochen ist die 56-Jährige Geschäftsführerin des Elisabeth-Krankenhauses.

Kassel – Das Wochenende verbringt sie nicht an der Fulda, sondern in ihrem Familiensitz an der Schlei nahe Schleswig. Elf Jahre pendle sie nun jedes Wochenende nach Hause, zu ihrem Mann und dorthin, wo ihre drei Söhne mit Familie unweit entfernt leben. „Das brauche ich, um Kraft zu tanken.“ In den vergangenen Jahren hat sie nicht nur viele Kilometer hinter sich gebracht, sondern auch fachlich Erfahrung gesammelt.

2005 war es, als die gelernte Krankenschwester von der Stationsleitung ins Belegungsmanagement aufstieg. „Es gab eine Aufgabe, ich habe sie mir zugetraut und gemacht“, blickt Steenbeek-Schacht zurück. Ihren von der neuen Position ausgelösten Wissenshunger stillte sie zeitgleich mit einem Studium: Pflegemanagement. Schon bald folgten erste Positionen in geschäftsleitender Funktion in Häusern mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Für die Vitos Orthopädische Klinik arbeitete sie auch schon in Kassel, bis sie zuletzt im St. Theresienkrankenhaus Nürnberg erstmals die Geschäfte eines Grund- und Regelversorgers leitete. Dass es in Kassel kein Meer gibt, stört die Tochter eines niederländischen Seglers, die im Rheinland aufgewachsen ist, nicht. Statt die Zeit am und auf dem Wasser zu verbringen, kann sie sich hier nämlich ganz ihrem inneren Antrieb widmen: für die Stabilität eines Krankenhauses der Grund- und Regelversorgung zu sorgen.

Ihr Rezept für ein kleineres Haus? „Da sollte man sich auf die individuellen Stärken konzentrieren – mit gut qualifizierten Persönlichkeiten, die bestenfalls in eine Richtung laufen.“ Als wohnortnahes Haus könne man zum Beispiel mit einer sehr guten Notaufnahme punkten. „Es wird gelobt, dass Patienten bei uns schnell aufgenommen, behandelt und vor allem wahrgenommen werden.“

Neben der Größe des Hauses mache das vor allem die christliche Ausrichtung. „Gehe nie zu den Kranken ohne ein gutes Wort. Das im Kopf zu haben, macht auch etwas mit ihrer Arbeit.“ Zudem finde sie ein digital gut aufgestelltes Haus vor – das gewährleiste, die Abläufe vom Empfang bis in den OP zum Vorteil für den Patienten zu gestalten. Gute Prozesse seien eine Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg.

Und was bringt die Zukunft? Der Neubau des OPs stehe im Raum, im Bereich Altersmedizin sei noch etwas zu tun, die Allgemeinchirurgie soll neu aufgestellt werden. In einer Zukunftskonferenz wolle sie nun zunächst Chefärzte, Abteilungsleiter und Pflegedienstleitung an einen Tisch holen, gemeinsam Ziele definieren.

Eines, darauf legt Regina Steenbeek-Schacht besonders großen Wert: „Auf das Zusammenspiel aller Mitarbeiter, denn vom Empfang bis zum Chefarzt ist jeder wichtig für das Haus“.

Elisabeth-Krankenhaus: 30.000 Patienten im Jahr

Im Elisabeth-Krankenhaus, einem Notfallkrankenhaus, werden im Jahr mehr als 30 000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Es ist eine Einrichtung in Trägerschaft des Elisabeth-Vinzenz-Verbundes (EVV), einem der größten christlichen Trägerverbünde im Gesundheits- und Sozialwesen. Das Krankenhaus hat 198 Planbetten in den Fachabteilungen für Innere Medizin, Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie Unfallchirurgie und Orthopädie.

Weitere Schwerpunkte sind die Endoprothetik, die Abteilungen für Anästhesie, internistische und operative Intensivmedizin sowie die Belegabteilungen HNO und Urologie. Das zertifizierte Brustzentrum gehört zu den Top-10-Adressen in Deutschland. Auch ein Medizinisches Versorgungszentrum ist angeschlossen. Regina Steenbeek-Schacht komplettiert das Direktorium des Elisabeth-Krankenhauses Kassel mit Dagmar Doll (Pflegedirektorin) und Dr. Uwe Behrmann (Ärztlicher Direktor). (Anna Lischper)

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