Bettler: So sollten Fußgänger reagieren – Tipps vom städtischen Ordnungsamt

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Ein immer häufigeres Bild in Kassel: Menschen aus dem Ausland kommen zum Betteln.

Kassel. Gruppen von Bettlern aus dem Ausland sprechen derzeit fast täglich Fußgänger in der Stadt an. Außendienstmitarbeiter des Ordnungsamtes beobachten die Bettler, die sich bislang friedlich verhalten hätten.

Walter Scharenberg von der Sozialen Hilfe Kassel zufolge sind die Bettlergruppen noch nicht negativ aufgefallen. Der Verein kümmert sich um obdachlose Menschen. Scharenberg hat noch keinen Einfluss osteuropäischer Bettler auf Kasseler Obdachlose festgestellt.

Lothar Pflüger gibt Ratschläge, wie Fußgänger reagieren sollten, wenn sie um Almosen gebeten werden:

? Wie kann man die Bettlergruppen, die derzeit unterwegs sind, charakterisieren?

! Nach Angaben des Ordnungsamtes handelt es sich zum größten Teil um Gruppen von Erwachsenen und Kindern aus südosteuropäischen Ländern wie Rumänien, Bulgarien, Serbien und Albanien. Oft sprechen sie nur wenig deutsch.

? Wie sollten Fußgänger sich verhalten, wenn sie von Bettlern angesprochen werden?

! Pflüger rät, ruhig und freundlich zu bleiben. Es kann höflich abgelehnt werden, Geld zu geben.

? Sollte man Bettlern etwas geben?

! Das sollte jeder selbst entscheiden, sagt Pflüger. Meist akzeptieren es die Bettlergruppen, wenn man ihnen nichts gibt, und sie gehen weiter.

? Wenn man etwas schenken möchte, was sollte es sein?

! Die meisten wollen Geld, einige nehmen auch Lebensmittel wie Brot. Daran sei zu erkennen, dass die Bettler tatsächlich arm sind.

? Wie reagieren die Bettler, wenn ihre Bitte abgelehnt wird?

! Bislang hat es in der Stadt nach Angaben der Polizei keine Konflikte durch Bettlergruppen gegeben. Sie hätten die Grenze zum aggressiven Betteln, also hinter Menschen herzulaufen, sie zu berühren oder festzuhalten, bisher nicht überschritten. Daher gebe es keinen Grund zur Sorge.

? Woran erkennt man, ob jemand bedürftig ist?

! Laut Pflüger sagt das Äußere der Bettler nichts über deren Bedürftigkeit aus. Wer gezielt Armen helfen möchte, könne etwa Geld an anerkannte Organisationen spenden.

Von Stefanie Dietzel

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