Die neue Zisselkönigin Eva Jastrzembowski (19) will Tradition mit Frische verbinden

Einmal hautnah dabei sein

Verbundenheit zum Wasser: Die neue Zisselkönigin Eva Jastrzembowski freut sich auf ihre Zeit als Zisselrepräsentantin, in der sie unter anderem an der Spitze des Wasserfestzuges auf der Fulda mitfahren wird. Foto: Herzog

Kassel. „Letztes Jahr habe ich beim Feuerwerk sogar geweint“, sagt Eva Jastrzembowski. Damals war sie eine von vielen Besuchern des größten Heimat- und Wasserfestes Nordhessens, heute ist sie die Zisselkönigin und freut sich schon auf Wasserfestzug, Feier-Meile und Feuerwerk Anfang August.

Die 19-Jährige, die auf der Elisabeth-Knipping-Schule in Kassel den Zweig Ernährung belegt, hat den Zissel immer gern besucht. Doch dieses Jahr wollte sie hautnah dabei sein. Deshalb hat sie sich für das Amt der Zisselkönigin beworben. Das sei eine spontane Entscheidung gewesen, mit einem Sieg habe sie nicht gerechnet, sagt sie. Aber es hat trotzdem geklappt - vielleicht habe sie das ja ihrer offenen Art zu verdanken, sagt sie lächelnd. Auch ihre Familie sei überrascht gewesen, aber jetzt freuen sich die Eltern, die Schwester und Freunde mit ihr. „Sie hat nun zwar nicht mehr so viel Zeit, aber sie soll das Amt genießen, denn sie hat es wirklich verdient“, sagt ihr Freund Maximilian Röllig.

Gespannt auf neue Aufgabe

Gespannt blickt Eva Jastrzembowski ihren Aufgaben, die sie gemeinsam mit dem Vorstand, der Zisselprinzessin Sonja Kupczyk (24) und der Fullenixe Fraya Schütz (21) meistern soll, entgegen. „Nächstes Jahr möchten wir als Zissel-Dreigestirn am Kassel-Marathon teilnehmen“, erzählt die sportliche Kaufungerin. Die drei Frauen möchten beim Zissel auch Teil der Wasserski-Vorführung sein. Eva Jastrzembowski sagt, dass diese Dynamik und die jugendliche Frische genauso Teil des Zissels seien wie dessen traditionelle Elemente. Sie sieht ihre Aufgabe darin, diese Komponenten zu vereinen.

Die Schülerin wirkt selbstbewusst und hat eine Vorstellung davon, warum ein junger Mensch wie sie dem Zissel gut tut: „Der Zissel ist ein altes Volksfest, und das macht ihn zu etwas Besonderem. Ich möchte Teil davon sein und ihn etwas aufpeppen.“

Was ihr an Kassel besonders gut gefällt? Die Orangerie, die Insel Siebenbergen und das Schloss Wilhelmshöhe. Sie kann sich nicht so recht festlegen, weil sie so vieles an Kassel schön findet. Festgelegt ist die blonde junge Frau auch noch nicht bei ihrer Berufswahl: Sie könne sich vorstellen Psychologie zu studieren, Lehramt sei aber ebenfalls denkbar.

Eva Jastrzembowski ist offen für das, was auf sie zukommt, seit sie Zisselkönigin ist. Auch für die vielen Fotoaufnahmen. „Es war erst mal ungewohnt, so viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Doch ich genieße diese aufregende Zeit sehr.“

Von Britta Wiesner

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