Gute Laune auf der Liege: So war Tag eins der HNA-Blutspendeaktion

Kassel. Melsungen, Göttingen, Habichtswald, Lohfelden, Rosdorf, Vellmar und natürlich Kassel: Aus der ganzen Region strömen seit Dienstag Menschen ins Kasseler Regierungspräsidium. Einige mit der Routine langjähriger Blutspender, andere mit leichter Nervosität vor dem ersten Mal.

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Petra Krüger aus Nieste hat es um 11.30 Uhr schon hinter sich. Der 500 Milliliter fassende Blutbeutel ist voll und die 56-Jährige aus Nieste erleichtert. „Ich wollte eigentlich schon immer mal spenden, diesmal hat es endlich gepasst.“ Während sie sich noch ein paar Minuten auf der Liege ausruht, um den Kreislauf nicht auf die Probe zu stellen, blättert sie in der HNA. „Das war gut zur Ablenkung.“

Jetzt kommt der entspannende Teil: Petra Krüger (vorn) ist frisch gebackene Erstspenderin. Bei ihrer Liegen-Nachbarin Britta Deppe läuft die Spende noch.

Ein paar Meter weiter feiert Bernd Enders gerade Jubiläum: Für den 60-Jährigen aus Habichtswald ist es die 100. Spende. „Eine leichte Nervosität ist trotzdem noch dabei“, sagt Enders, der aber ohne Weiteres in der Lage ist, mit den Spendern auf den Liegen nebenan zu scherzen. Warum er immer wieder mitmacht? „Weil das Blut gebraucht wird“, sagt Enders, der beim RP arbeitet und in seinem Urlaub gekommen ist. Aber auch er selbst habe etwas von der Spende: „Wenn man es regelmäßig macht, fühlt man sich körperlich besser.“

Durch den großen Sitzungssaal des RP, in dem gestern das Blut gewissermaßen in Strömen floss, hallt immer wieder der Ruf: „Taxi, bitte!“ Dann kommt einer der Helfer und bringt die Blutspender in den Ruhebereich.

Fotos vom ersten Tag der Aktion

Blutspendeaktion der HNA 2012 - Tag 1

Ein Fragebogen vorweg: Peter Stagge (links), Ruth und Alfred Schramm erledigen vor der Spende die Formalien.

Hände hoch lautet dort für Cornelia Enzeroth, Tamara Peter und Joanna Kubat die Devise. Das beugt eventuellen Nachblutungen und blauen Flecken vor, die manchmal an der Einstichstelle entstehen. Die drei Kolleginnen aus dem Regierungspräsidium - zwei von ihnen sind ebenfalls extra im Urlaub gekommen - nutzen die Zeit zum Plaudern und wirken bestens aufgelegt.

Auch die 30 ehrenamtlichen Helfer und 40 DRK-Mitarbeiter, die sich jeden Tag um die Blutspender kümmern, tragen zur guten Stimmung bei. Die glücklichsten Gesichter gibt es naturgemäß bei der Geschenkausgabe, wo die Spender ihren Therme-Gutschein bekommen (am Freitag eine Kinokarte). „Wir haben schon öfter Blut gespendet, aber das besondere Präsent nehmen wir gern mit“, sagen Ruth und Alfred Schramm aus Habichtswald.

Von Katja Rudolph

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