Seit einem Jahr treffen sich in Kassel regelmäßig die Mitglieder der Gruppe „Katze und Mensch“

Einsatz für die Stubentiger

Möchten Lobby für die Katzen sein: Die Katzenfreundinnen Yvonne Käsinger (links) und Gabriele Börner (rechts) mit den Katzen (von links) Fledi, Gina (auf dem Katzenbaum) , Clara und Peggy. Foto: Dilling

Kassel. Sie sind eine bunt gemischte Truppe, aber sie eint eine große Liebe zum Haustier Katze. Seit einem Jahr gibt es in Kassel eine Regionalgruppe des Vereins „Freundeskreis Katze und Mensch“. Für Gabriele Börner (53) an der Spitze der Gruppe begann ihre Leidenschaft für Katzen mit zwei Katern, die sie vor elf Jahren vom Tierschutzverein Catcare übernommen hatte.

Plötzlich wurden es immer mehr Tiere. Etwas später fand sie einen offensichtlich ausgesetzten, wenige Wochen alten, dritten Kater. Mittlerweile ist Gabriele Börners Wohnung, die sie mit einem Lebensgefährten bewohnt, mit fünf Katern und einem Katzen-Mädchen bevölkert. Zwischendurch gab es auch mal einen „Problemkater“, der sich wie sich herausstellte, mit den anderen Katern überhaupt nicht vertrug. „Ich habe in der Situation Unterstützung gesucht“ sagt Börner, eine Betriebswirtin, die heute als Haushaltshilfe tätig ist. Und so habe sie sich auf die Suche gemacht nach Menschen, die sich „mit Katzen auskennen“. Übers Internet sei sie auf den Verein „Katze und Mensch“ gestoßen.

Der Kontakt sei „eine tolle Sache“ und brachte eine Wende in ihrem Leben. „Vom Verein wurde mir sofort geholfen.“ Der Problemkater wurde vermittelt. „Und so hatte das Tier ein neues Zuhause und ich eine neue Freundin“, sagt Börner. Sie wurde Mitglied und gründete eine Kassel-Gruppe. „Das sind so Sachen, die plant man nicht, aber ich habe festgestellt, dass Katzen keine Lobby haben.“ Börner und ihre Mitstreiter sehen sich deshalb als Katzen-Fürsprecher. Beispielsweise setzt sich der Verein dafür ein, freilaufende Kater kastrieren zu lassen und wendet dafür auch Geld auf, etwa für Katzenbesitzer, die sich eine Tier-OP aus Kostengründen nicht leisten können. Auch Futterstellen für frei lebende Katzen haben der Verein eingerichtet.

Geld für Katzen-Pension

Für sich untereinander tun die Katzenfreunde ebenfalls was: Sie stehen als Katzen-Sitter zur Verfügung und versorgen ihre Katzen gegenseitig, wenn jemand im Urlaub ist. Oder sie finanzieren finanziell schwachen Menschen eine Katzen-Pension. Auch bei einem Todesfall, ein häufiger Grund dafür, dass Katzen ins Tierheim gegeben werden, haben sich die Katzenfreunde verpflichtet, sich um die verwaisten Katzen zu kümmern. „Wir freuen uns, dass wir uns gegenseitig unterstützen können“, sagt Börner. Die Mitglieder zwischen 20 und 78 Jahren, vom Piloten bis zur Rentnerin, treffen sich einmal im Monat zum Stammtisch: am letzten Freitag ab 18.30 Uhr im Restaurant „Pane e Vino“ an der Frankfurter Straße/Ecke Beethovenstraße. „Wir reden über alles Mögliche“, sagt Börner, „aber am liebsten über unsere Katzen.“ Inzwischen zählt der Verein 30 Mitglieder mit hundert Katzen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 37,50 Euro im Jahr.

Von Christina Hein

Freundeskreis Katze und Mensch

Der Verein „Freundeskreis Katze und Mensch“ mit Sitz in Ludwigsburg zählt bundesweit mehr als 4800 Mitglieder, die in 100 Gruppen organisiert sind. Der Verein engagiert sich im Tierschutz und vermittelt Unterbringungen für Katzen, wenn die Besitzer verreisen wollen. Auch in Kassel gibt es eine Ortsgruppe. Die Leitung hat Gabriele Börner übernommen. Infos: Gabriele Börner, Tel. 05 61/ 5 10 78 91 oder per Mail an kassel@katzenfreunde.de

Informationen: www.katzenfreunde.de

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