Mehr als Medizin – Brustkrebstherapie im Elisabeth-Krankenhaus Kassel

Brustkrebs betrifft nicht nur den Körper, sondern in hohem Maße auch die Seele. 

Brustkrebs betrifft nicht nur den Körper, sondern in hohem Maße auch die Seele. Dr. Sabine Schmatloch, Chefärztin des Brustzentrums im Elisabeth- Krankenhaus, ist es daher bei der Behandlung wichtig, den gesamten Menschen zu sehen. „Zusätzlich zur medizinischen Therapie kümmern wir uns auch um das seelische Gleichgewicht unserer Patientinnen und ihr soziales Umfeld“, sagt Dr. Sabine Schmatloch. „Betroffene Frauen können selbst viel tun, um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Dazu wollen wir hier im Brustzentrum den Anstoß geben.“

Akupunktur gegen Nebenwirkungen 

Zu den Zusatzangeboten gehört zum Beispiel die Ohrakupunktur, die Chemotherapie-Patientinnen im Brustzentrum in Anspruch nehmen können. Dabei werden sehr feine Nadeln in bestimmte Akupunkturpunkte gestochen. „Dadurch können Nebenwirkungen abgemildert werden“, sagt Heilpraktikerin Gerlinde Hönig. „Typische Anwendungsbereiche sind zum Beispiel Übelkeit, Fatigue oder Nervenschäden in Händen und Füßen aufgrund der Krebsbehandlung.“ 

Gerlinde Hönig

Gerlinde Hönig bietet die Ohrakupunktur seit etwa fünf Monaten im Brustzentrum an. „Wir konnten damit schon sehr gute Erfolge erzielen“, berichtet die Heilpraktikerin, aber sie schränkt auch ein: „Es wirkt nicht bei jeder Patientin.“ Falsch machen könne man damit aber nichts: „Die Ohrakupunktur ist nebenwirkungsfrei.“ Auch eine individuelle Ernährungsberatung wird anbgeboten. Denn Chemound Hormontherapie können ganz unterschiedliche Nebenwirkungen entfalten. „Einige Frauen entwickeln durch die Chemotherapie eine Schleimhautentzündung und sollten zum Beispiel auf scharfe oder säurehaltige Lebensmittel verzichten, manche haben Durchfall, andere leiden an Verstopfung“, sagt Monika Günst. Sie ist Ernährungsexpertin für Krebserkrankungen und bietet im Brustzentrum Einzelberatungen an. 

Ernährung und Bewegung

Neben der Ernährung beeinflusst auch Bewegung den Verlauf einer Krebstherapie. „Wir ermutigen unsere Patientinnen, sich sportlich zu betätigen“, sagt Chefärztin Dr. Sabine Schmatloch. „Dadurch wird die Therapie verträglicher und das Rezidivrisiko, also die Wahrscheinlichkeit, dass die Krankheit erneut auftritt, kann gesenkt werden.“ Im Elisabeth-Krankenhaus bietet die Diplom-Sportlehrerin Annette Weldner vom KS Bewegung mit Spaß e.V. jeden Dienstag und Mittwoch ein Bewegungsangebot für Krebspatientinnen an. Dabei gehe es nicht um Leistungssport, sondern darum, sich nur so intensiv zu bewegen, wie es die aktuelle Situation gerade zulässt, betont Weldner. 

Durch Gespräche gestärkt

Unterstützung für die Seele finden Patientinnen bei den Psychoonkologinnen Sandra Frommherz, Wiebke Menzel und Anna-Elisabeth Hierling. „Durch Gespräche können wir zum Beispiel helfen, den Blickwinkel auf die Krankheit zu ändern oder verschüttete Ressourcen wieder hervorzuholen und zu stärken“, erklärt Wiebke Menzel. „Auch Angehörige benötigen häufig seelische Unterstützung und sind bei uns in der Beratung willkommen.“ 

Einzelgespräch Ernährungsberatung

Abgerundet wird das Angebot des Brustzentrums durch regelmäßig stattfindende Schminkkurse für Brustkrebspatientinnen. Das Sekretariat des Brustzentrums informiert Sie gerne zu den einzelnen Angeboten und zur möglichen Kostenübernahme durch die Krankenkasse. nh 

Elisabeth-Krankenhaus 

Weinbergstr. 7

34117 Kassel

Tel. 05 61 / 72 010 

www.elisabeth-krankenhauskassel.de 

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