Petition: Eltern wollen flexible Betreuung in städtischen Kitas

Auf Stimmenfang: Falk Nuschke unterstützt flexiblere Kindergartenzeiten mit seiner Unterschrift bei Anne Zach-Enk von der Elterninitiative. Foto: Konrad

Kassel. Flexiblere Betreuungzeiten in den städtischen Kindergärten, die Möglichkeit, Betreuungszeiten nachzubuchen und die Aufhebung der dreiwöchigen Schließung in den Sommerferien - das sind unter anderem Forderungen des Gesamtelternbeirats der städtischen Kindertagesstätten in Kassel.

Eine entsprechende Petition soll in Kürze an die Stadt übergeben werden. Am Dienstag sammelten Eltern vor dem Rathaus Unterschriften für ihr Begehren.

„Die Anforderungen der modernen Arbeitswelt verlangen längere Öffnungszeiten bis 18 Uhr“, sagt Hans G. Weishaar, der die Initiative unterstützt. Der 35-Jährige hat Zwillinge im Alter von sechs Jahren.

Schließungen sollten sich nach den Vorstellungen der Eltern auf eine Fortbildungswoche pro Jahr und zwei Brückentage pro Halbjahr beschränken. Durch die jetzige Regelung seien Eltern, die noch keine schulpflichtigen Kinder haben, gezwungen, ihren Urlaub in die Sommerferien zu legen. Da in der Urlaubsplanung vieler Unternehmen die Ferienzeit Eltern mit schulpflichtigen Kindern vorbehalten sei, komme es häufig zu Konflikten.

Die Abschaffung genereller Schließungen ermögliche eine flexiblere Urlaubsplanung für Eltern und Erzieher. Letztlich fordern die Eltern einen unabhängigen Ansprechpartner bei vertraglichen Problemen mit der Kindertagesstätte.

Landesweit wendet sich die Initiative des Gesamtelternbeirats gegen das geplante Kinderförderungsgesetz der Landesregierung, das 2014 in Kraft treten soll. Sie unterstützt eine Petition der Landesarbeitsgemeinschaft Freie Kinderarbeit Hessen. Auch darin werden unter anderem familiengerechte Öffnungszeiten gefordert. Weiter wird die geplante Aufstockung von Kita-Gruppen von 20 auf 25 Kinder bei über Dreijährigen kritisiert. Gleichzeitig sieht das Gesetz einen 20-prozentiger Anteil an Nicht-Fachkräften für die Betreuung dieser Kinder vor.

Auch gegen diesen Gesetzentwurf sammelten die Eltern Unterschriften. (mkx)

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