„Break out and run free“

Hindernislauf  an der Elwe: Echte Inhaftierte könnten mitlaufen

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Unterstützen den Hindernislauf: Lothar Kannenberg (von links), Christopher Posch, Heike Walter (Suchtprävention Stadt Kassel) mit Marcel Sühwold (Veranstalter Querheads).

Kassel. Über 500 Anmeldungen gibt es bisher für den Hindernislauf „Break out and run free“, der am 7. September in Kassel starten soll. 5000 Teilnehmer sollen es einmal werden. Wie jetzt bekannt wurde, könnten auch einige echte Inhaftierte bei dem Ereignis mitmachen, das einen Ausbruch aus der ehemaligen Justizvollzugsanstalt „Elwe“ simulieren soll.

Das teilte Marcel Sühwold vom Veranstalter Querheads jetzt auf einer Pressekonferenz in dem früheren Gefängnis mit.

Dem Veranstalter liegen Anfragen verschiedener Haftanstalten vor, die mit Inhaftierten und Justizvollzugsbeamten teilnehmen möchten. Sie stünden diesen Anfragen positiv gegenüber, Modalitäten würden besprochen, sagte Anna Ramkogler-Witt, die mit der Agentur „Apublic“ die Pressearbeit übernimmt. Bei den Inhaftierten handele es sich, so war auf der Pressekonferenz zu vernehmen, um „Freigänger“, die das Gefängnis aus Integrationszwecken zeitweise verlassen dürfen.

Mehr zur ehemaligen Justizvollzugsanstalt „Elwe“ finden Sie im Regiowiki der HNA.

„Wir wollen die Leute im übertragenen Sinne aus dem Gefängnis, also ihren normalen Alltag, ausbrechen lassen“, sagte der 31-jährige Sühwold über das Ziel des Laufes. Startpunkt des Ausbruchs sei der Parkplatz des Einkaufszentrums Dez. Mit einem Gefängnistransporter gehe es dann zur Elwe. Von dort aus brechen die erwarteten 5000 Teilnehmer dann aus, müssen auf 18 Kilometern Gräben durchqueren, durch Röhren kriechen und von Dach zu Dach springen. Insgesamt müssen 21 Hindernisse beispielsweise in der Südstadt, der Unterneustadt und der Karlsaue bewältigt werden. Mehr wolle man nicht verraten.

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Der Ausbruch werde gefilmt, sagte Sühwold. Daraus soll ein Kinofilm entstehen. „Jeder Teilnehmer kann also zu einem Actionhelden werden.“ Der Kasseler Anwalt Christopher Posch, der durch verschiedene Fernsehsendungen bekannt wurde, ist neben Oberbürgermeister Bertram Hilgen und dem Journalisten Heino Schumacher – auch als Achim Achilles bekannt – Schirmherr der Veranstaltung. Anfänglich sei er skeptisch gewesen, ob er die kompletten 18 Kilometer in Angriff nehmen sollte, sagte Posch. „Das bin ich noch nie am Stück gelaufen“, sagte er. Für den guten Zweck habe er sich aber für die komplette Strecke entschieden, um Gelder für soziale Projekte zu sammeln. So konnte er unter anderem den „RTL-Spendenmarathon“ für das Projekt gewinnen. „Sport verbindet, da sind alle gleich“, sagte Posch auch mit dem Verweis auf die Häftlinge, die bei dem Lauf mit dabei sein könnten.

Auch die Suchtprävention Stadt Kassel und Lothar Kannenberg unterstützen das Projekt. Noch bis zum 1. September kann man sich anmelden. Die Veranstalter erwarten bis zu 40 000 Besucher an der Strecke. Teilnahmegebühr: 79 Euro.

Von Max Holscher

Mehr Infos: www.breakoutand runfree.com

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