„Alles unter dem Himmel gehört allen“

Ende eines Abenteuers - Abschluss der China-Ausstellung

Kassel. „Kunst im öffentlichen Raum ist das größtmögliche Abenteuer, das man eingehen kann“, sagte Prof. Klaus Siebenhaar bei der Abschlussfeier zur großen China-Ausstellung „Alles unter dem Himmel gehört allen“ im Kasseler Rathaus.

Siebenhaar, der die Schau mit seinen beiden chinesischen Kollegen Prof. Yu Ding und Prof. Fan Di’an konzipiert hat, nannte die vielen auf deutscher und chinesischer Seite, die zum Gelingen der Ausstellung beigetragen haben, „Helden“. Denn manches unerwartete technische und finanzielle Problem war zu lösen.

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Die Schau, die jetzt nach 172 Tagen zu Ende ging und demnächst abgebaut wird, war die aufwendigste und umfangreichste Kunstpräsentation, die China je in Übersee veranstaltet hat. Dass dazu Kassel als Standort diente, würdigte Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel in Vertretung von Oberbürgermeister Bertram Hilgen ausdrücklich.

Mehr noch: Es wurden nicht etwa fertige Arbeiten chinesischer Künstler nach Kassel gebracht. Vielmehr haben sich die beteiligten 17 Künstler und zwei Künstlerinnen in einer über Monate dauernden Vorbereitungsphase intensiv mit der Stadt Kassel auseinandergesetzt und ihre Arbeiten gezielt für die jeweiligen Standorte entwickelt.

Fotos: Chinesische Kunst im Stadtbild

Chinesische Kunst im Stadtbild: Erste Impressionen

Einige der anwesenden Künstler wie Xiang Yang betonten daher auch ihre Verbundenheit mit der Stadt. Eine Erfolgsbilanz hinsichtlich der Resonanz der Bevölkerung zu ziehen, ist nicht leicht. Alle Arbeiten waren frei zugänglich, Besucher konnten nicht gezählt werden. Immerhin hatten statistisch gesehen gut 1,5 Millionen Menschen Gelegenheit, die Arbeiten zu bewundern - teilweise „führte auch gar kein Weg daran vorbei“, wie Klaus Siebenhaar sagte.

Die zahlreichen Reaktionen auf die Ausstellung jedenfalls waren überaus positiv, wie auch Jürgen Barthel betonte. Großen Dank ernteten die Kuratoren, die Stadt Kassel und unzählige Helfer. Der chinesische Kulturattaché in Berlin, Chen Ping, sprach von einer „wunderbaren Sache“ und dankte insbesondere den Künstlern. Die danach gezeigte Filmdokumentation ist am Dienstag auch in der Schaustelle des Stadtmuseums zu sehen.

Von Werner Fritsch

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