Keine Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg im Untergrund gefunden - Haupttribüne soll im Herbst stehen

Endlich Baustart am Auestadion

Kassel. Kaum ist der Schnee weg, rollen die Baufahrzeuge am Auestadion an. „Wir sind heilfroh, dass es endlich losgeht“, sagt Hans-Joachim Neukäter, Chef des städtischen Hochbauamtes.

Lange genug haben alle Beteiligten auf diesen Moment warten müssen. Erst kurz vor Weihnachten war der viermonatige Rechtsstreit über die Auftragsvergabe beendet. Seitdem gab es auf der Baustelle Auestadion zwar nicht viel zu sehen. Voran ging es aber doch.

Die gute Nachricht: Der Untergrund für die neue Haupttribüne birgt keine unangenehmen Überraschungen. Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes haben das Gelände nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg abgesucht. Dort, wo jetzt die Pfähle für den Tribünenneubau in der Erde verankert werden, haben sie bei Probebohrungen nichts Verdächtiges gefunden.

„Wir haben seit einigen Tagen die Baugenehmigung, jetzt können wir loslegen“, sagt Bastian Ulbricht. Der Bauleiter der Firma Bremer Betonbau (Paderborn) bringt einige Erfahrung im Stadionbau mit. Auch die Arena in seiner Heimatstadt hat er hochgezogen. Für das Dach des Auestadions ist die Firma Lamparter (Kaufungen) zuständig, die Planung übernimmt das Kasseler Architekturbüro RSE (Waldau).

90 Betonpfähle, die bis zu 15 Meter tief reichen, sorgen für die Standfestigkeit der neuen Tribüne auf dem schwierigen Untergrund. Sie wird etwas höher als der abgerissene Vorgängerbau aus den 50er-Jahren. 2500 Sitzplätze sind vorgesehen. Außerdem bietet der Neubau dem Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel bessere Vermarktungsmöglichkeiten. KSV-Präsident Jens Rose setzt darauf, dass die laufenden Gespräche mit Interessenten bald zum Erfolg führen. VIP-Logen sind auf der Haupttribüne vorgesehen, müssen vom KSV aber selbst finanziert werden.

Bis zum Herbst soll die neue Tribüne stehen. Im städtischen Haushalt sind dafür 7,4 Millionen Euro eingeplant. Insgesamt kostet die Runderneuerung der Auestadions mit den Flutlichtmasten, sanierten Tribünen und Laufbahnen 22 Millionen Euro.

Von Thomas Siemon

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