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Ehemaliger MT-Kreisläufer Klitgaard: Dänen haben endlich das normale Leben zurück

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Von: Andreas Hermann

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Beim Spiel am Samstag vor 3000 Zuschauern in der vollen Halle: Thomas Klitgaard, der Sportdirektor des dänischen Handball-Vereins Skjern.
Beim Spiel am Samstag vor 3000 Zuschauern in der vollen Halle: Thomas Klitgaard, der Sportdirektor des dänischen Handball-Vereins Skjern. © Privat

Ein Leben ohne Corona-Einschränkungen: Wir fragten den ehemaligen MT-Kreisläufer Thomas Klitgaard, wie sich das in Dänemark anfühlt.

Aalborg – Trotz einer Inzidenz von über 5000 sind zum 1. Februar alle Corona-Einschränkungen in Dänemark gefallen. Es gibt dort keine Masken- und keine Testpflicht mehr. Ein Geimpft- oder Genesenen-Nachweis wird nicht mehr benötigt. Gastronomiebetriebe, Geschäfte, Schulen und Kitas seien geöffnet, berichtet Thomas Klitgaard.

„Es ist gut, dass wir endlich wieder unser normales Leben zurückhaben“, findet der 44-Jährige, der mit seiner Familie in Aalborg, seiner rund 120 000 Einwohner zählenden Geburtsstadt in Nordjütland, lebt. In und um Kassel ist Handballer Klitgaard als wuchtiger, 1,95 Meter großer Kreisläufer der MT Melsungen in guter Erinnerung. Von 2007 bis 2010 lief er für die MT in der Rothenbachhalle auf, war auch zum Krafttraining und zur Reha in Kassel.

Ehemaliger MT-Spieler Klitgaard über Corona-Situation in Dänemark: „Habe kein schlechtes Gefühl“

Aus familiären Gründen war Klitgaard noch vor Ende seines 2011 auslaufenden Vertrags bei der MT zurück nach Dänemark gegangen. Am Samstag habe man vor 3000 Zuschauern gespielt, erzählt der Sportdirektor des Handball-Klubs Skjern am Sonntag am Telefon. Sport und Spiel in ausverkauften Hallen und Stadien: Auch das ist seit 1. Februar in Dänemark wieder möglich.

Trotz der hohen Inzidenzen und der vielen Infektionen habe er „kein schlechtes Gefühl“, dass in seiner Heimat sämtliche Corona-Beschränkungen aufgehoben worden sind. Eigentlich alle Menschen seien geimpft. Getestet werde nur noch, wenn man sich krank fühle, so Klitgaard. 95 Prozent der Dänen fühlten sich sicher und seien zufrieden damit.

Kreisläufer der MT Melsungen von 2007 bis 2010: Thomas Klitgaard.
Kreisläufer der MT Melsungen von 2007 bis 2010: Thomas Klitgaard. © Dieter Schachtschneider

Thomas Klitgaard spielte von 2007 bis 2010 bei der MT Melsungen: „Omikron ist nicht so schlimm“

Denn anders als noch vor einigen Monaten bei der Delta-Variante sei die Omikron-Variante nicht so schlimm. Sie führe zu keinen schweren Erkrankungen und vollen Intensivstationen in den Kliniken. Zumeist seien es zumindest bei den Geimpften nur leichtere Krankheitsverläufe.

Erst vor kurzer Zeit hat Thomas Klitgaard das selbst erfahren. Bei der Handball-Europameisterschaft in Ungarn sei er positiv getestet worden, berichtet der 44-Jährige. Das sei bei ihm „wie bei einer ganz normalen Erkältung“ gewesen. Nach einigen Tagen habe er wieder rausgehen können.

Ehemaliger MT-Melsungen-Spieler aus Dänemark: Er begleitet seinen Sohn zum Fußball

Sonntagvormittag bei unserem Telefongespräch ist der ehemalige Handballer, der einmal auch für die dänische Nationalmannschaft aufgelaufen ist, beim Fußball. Sein Sohn nehme gerade an einem großen Jugendfußballturnier in der Halle teil, sagte Thomas Klitgaard. Auch damit müssen sich Väter in Deutschland noch auf ungewisse Zeit gedulden. (Andreas Hermann)

Auch in Großbritannien gehen die Menschen anders mit der Corona-Situation um. Wir haben mit Kayleigh Kuptz aus Kassel gesprochen. Sie lebt seit 2017 als Unternehmensgründerin in London. Die Briten sähen die Corona-Situation mittlerweile pragmatisch und wollten einfach wieder Normalität und ihren Pub besuchen können, sagt sie.

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