Neubau Peek & Cloppenburg: Endspurt in der Baugrube

Einsatz am Königsplatz: Die Arbeiten an der Baugrube für den Neubau des Modehauses Peek & Cloppenburg laufen auf Hochtouren. Sie sollen bald abgeschlossen sein. Foto: Herzog

Kassel. Die Zitterpartie hat ein Ende: Die Arbeiten an der Baugrube für den Neubau von Peek & Cloppenburg (P&C) stehen kurz vor dem Abschluss.

Kassel. In den nächsten 14 Tagen sollen die Vorbereitungen für den Einbau der Bodenplatte beginnen, die Ende Februar fertig sein soll. Dann kann der Neubau in die Höhe wachsen.

Bei den weiteren Sicherungsarbeiten an der Baugrube haben sich nach Auskunft der Kasseler Bauaufsicht keine nennenswerten Schwierigkeiten mehr ergeben. Wenn die Baugrube fertig ist, werde sie nochmals von einem Bodensachverständigen begutachtet. Danach könnten die Gründungsarbeiten entsprechend der Baugenehmigung vom April 2010 ohne Einschränkungen beginnen.

Eröffnung 2012

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Trotz der Probleme, die monatelang für Verzögerungen sorgten, soll das vierstöckige Gebäude für Peek & Cloppenburg rechtzeitig fertig werden. Im Frühjahr 2012 will die Modekette P & C ihr Haus am Königsplatz öffnen. Bauherr ist die Berliner Bauwert Investment Group, die 29 Millionen Euro in Kassel investiert. Wie ein Branchenmagazin meldet, hat Bauwert das Gebäude Ende 2010 bereits an die Kapitalanlagegesellschaft Warburg-Henderson verkauft. Über die Höhe des Kaufpreises sei Stillschweigen vereinbart worden. Die Berliner Bauwert war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Der schwierige Baugrund hatte die Arbeiten an der bis zu zwölf Meter tiefen Baugrube seit dem Baustart im Sommer 2010 zeitweise lahmgelegt. Wegen der Probleme mussten die Bagger bei sieben Metern vorübergehend ihre Arbeit einstellen. Schwierigkeiten gab es vor allem im Bereich vor der Giebelwand des Nachbarhauses mit dem denkmalgeschützten Kaskade-Kino. Zementbrühe, die zur Sicherung unter das Gebäude gepumpt worden war, war mehrmals durch den Fußboden bis in den Kinosaal eingedrungen. An den Wänden zeigten sich Risse.

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Die Bauaufsicht war während der heißen Phase ständig vor Ort. Rund um die Baustelle wurden über 60 Messstellen zur Kontrolle eingerichtet. Mit ihrer Hilfe sollten mögliche Setzungen und Erschütterungen im Umfeld rechtzeitig erkannt werden.

Der Neubau zwischen Wolfsschlucht und Königsplatz entsteht anstelle des abgerissenen Henschelhauses. Dessen historische Fassade, die dem Rokoko nachempfunden war, soll rekonstruiert werden. Stuck- und andere Zierelemente wurden deshalb vor dem Abriss abgenommen.

Mehr zum Henschelhaus im Regiowiki der HNA.

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