Fahrer müssen an vielen Stellen mit Verkehrsbehinderungen rechnen – Stadt investiert 20 Mio. Euro

Endspurt beim Straßenbau

Nadelöhr: An der Loßbergstraße in Kirchditmold brauchen Autofahrer viel Geduld. Auch Straßenbahnen können hier zurzeit nicht fahren. Foto: Herzog

Kassel. An vielen Stellen müssen sich Autofahrer in Kassel mit Behinderungen arrangieren: Das Straßenverkehrsamt betreibt derzeit zahlreiche Baustellen im Stadtgebiet und macht sich dabei die verkehrsarme Zeit der Herbstferien zunutze.

So etwa an der Loßbergstraße in Kirchditmold, dem derzeit engsten Flaschenhals im Innenstadtverkehr. Momentan ist der Abschnitt zwischen Dag-Hammarskjöld- und Hessbergstraße voll gesperrt, auch die Straßenbahnen können dort momentan nicht fahren. Mit Ende der Ferien soll die Strecke für Autos und Trams wieder passierbar sein. Straßenverkehrsamtsleiterin Ingrid Steinbach sagt: „Wir geben uns große Mühe, die Eingriffe gering zu halten, aber dies ist ein Riesenumbau.“ Fünf Millionen Euro werden an der wichtigen innerstädtischen Verbindung investiert, um den Verkehrsfluss zu verbessern.

An der Goethestraße wird es für Verkehrsteilnehmer vorübergehend etwas komfortabler: Ab Mitte November soll der derzeit wegen Ausbauarbeiten gesperrte Bereich stadteinwärts fertiggestellt sein, „dann werden wir über den Winter den Verkehr in beiden Richtungen zulassen“, sagt Abteilungsleiter Uwe Bischof von der städtischen Straßenbaubehörde. Ab Februar werde dann die gegenüberliegende Seite umgebaut. Insgesamt soll die vordere Goethestraße den Charakter einer Flaniermeile bekommen. Die monatelang gesperrte Querallee ist seit einigen Wochen bereits wieder passierbar.

An der oberen Ludwig-Mond-Straße bleibt es auch nach Abschluss der Kanalbauarbeiten Ende November eng: Die Stadt will auf Anregung des Ortsbeirats testen, ob es für den Verkehrsfluss ausreicht, wenn eine einspurige Verkehrsführung beibehalten wird.

„November und Dezember sind als verkehrsstärkste Monate ideal für einen solchen Test“, sagt Ingrid Steinbach.

Im November soll laut Ankündigung von Stadtbaurat Christof Nolda auch die holprige Fahrbahn am Ende der Ihringshäuser Straße ausgebessert werden. Jeweils ein Wochenende lang werde dazu eine der beiden Fahrtrichtungen komplett gesperrt, der Verkehr soll dann über Wolfsanger auf die Fuldatalstraße umgeleitet werden.

„In der Zeit zwischen documenta und Advent geben wir beim Straßenbau noch mal Vollgas“, sagte Nolda. Die Stadt gibt in diesem Jahr nach seinen Angaben etwa 20 Millionen Euro für die Herrichtung ihres Straßennetzes aus – „so viel wie selten“, in den Vorjahren waren es durchschnittlich fünf Millionen weniger. Nolda wies darauf hin, dass viele der laufenden Projekte nicht nur Ausbesserungswerk seien, sondern „die Qualität des Straßenraums in Kassel erheblich verbessern“ würden. Dazu gehöre auch die Umgestaltung der vorderen Friedrich-Ebert-Straße, die ab dem kommenden Jahr in Angriff genommen werde.

Insgesamt müssen in Kassel 680 Kilometer Straßennetz sowie 180 Bauwerke – das sind etwa Brücken und Platzanlagen – unterhalten werden.

Von Axel Schwarz

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