Wenn das Wetter mitspielt

Tulpenallee soll noch vor Weihnachten fertig werden

Stein für Stein: Marco Galnawas pflastert zusammen mit seinen Kollegen den Übergang vom Schlosscafé und Schlosshotel zum Bergpark. Im Hintergrund ist Schloss Wilhelmshöhe zu sehen. Foto:  Koch

Kassel. Die Pflasterarbeiten sind in den vergangenen Wochen gut vorangekommen. Aus der geteerten Tulpenallee vor dem Schlosshotel und dem Schlosscafé ist ein schon sehr ansehnlicher Platz geworden.

„Wenn es keinen strengen Frost gibt und wir weitermachen können, dann sind wir noch vor Weihnachten fertig“, sagt Dietrich Junkermann. Der Projektleiter vom Hessischen Baumanagement ist davon überzeugt, dass die Neugestaltung den Zugang zum Weltkulturerbe noch attraktiver macht.

Wenn das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht, wird die Tulpenallee zum Jahresende für den Autoverkehr freigegeben. Die Verbindung zwischen Harleshausen und Bad Wilhelmshöhe ist dann wieder frei. Die Ausweichstrecke über die Harleshäuser Straße wird dann weniger stark belastet sein.

Das neue Pflaster ist nicht nur ein Gestaltungselement, sondern soll dazu beitragen, dass Autofahrer hier langsamer als bisher fahren.

„Da bin ich mal gespannt“, sagt Mahmoud El-Ahl, der das Schlosscafé direkt an der (Noch-)Baustelle betreibt. Ob die erhoffte Verkehrsberuhigung eintreten wird, sieht er skeptisch. Über die Neugestaltung freut er sich trotzdem. Nach vielen Baustellen auch im Schlosscafé hofft er auf eine Saison ohne Bagger und Presslufthammer. „Dank unserer treuen Stammkunden haben wir diese schwierige Zeit gut überstanden“, sagt El-Ahl. Auch im benachbarten Schlosshotel hat man die Baustellenzeit genutzt und die Qualität des Hauses weiter gesteigert.

Ganz ohne Bauarbeiten wird es aber auch im neuen Jahr nicht gehen. „Das machen wir aber ein gutes Stück tiefer, davon wird man im Café oder auch im Hotel nichts mitbekommen“, sagt Bauleiter Junkermann. Die Umgestaltung an der Endstation der Straßenbahnlinie 1 ist für die Wintermonate unterbrochen. Hier ist die Unterführung zugeschüttet worden, der neue Übergang soll im Frühjahr gebaut werden.

Ingesamt kosten die Umbauten entlang der Tulpenallee drei Millionen Euro. Den dicksten Brocken davon übernimmt das Land. Die Europäische Union fördert das Projekt, an dem auch Stadt und Kasseler Verkehrsgesellschaft beteiligt sind.

Von Thomas Siemon

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