Nicht mehr genutzter Teil des Bundessozialgerichts wird für 855 000 Euro saniert und vermietet

Endspurt an der Regentenstraße

Letzter Akt: Der mit dem Pfeil gekennzeichnete Gebäudeteil des Bundessozialgerichts an der Regentenstraße wird bis Ende des Jahres saniert. Er wird nicht mehr gebraucht und soll vermietet werden. Im Innenhof des Komplexes aus den 1930er-Jahren ist der neue Elisabeth-Selbert-Saal zu sehen. Rechts unten im Bild ist der Graf-Bernadotte-Platz. Foto: Herzog mit Unterstützung von Charterflug Kassel Uwe Knabe

kassel. Auch wenn die Generalsanierung des Bundessozialgerichts (BSG) am Graf-Bernadotte-Platz im Frühjahr abgeschlossen wurde, sind in dem denkmalgeschützten Komplex noch Bauarbeiter im Einsatz. Ein Gebäudeteil an der Regentenstraße, der nicht mehr vom BSG genutzt wird, wird nun von Grund auf flottgemacht. Für die Nachbarn bedeutet das weiterhin Lärm und Staub. „Es ist eine Belastung für alle“, sagt Verwaltungsleiter Harald Friedrichs. Auch für die Mitarbeiter vor Ort. „Aber es ist zum Werterhalt erforderlich.“

40 Jahre Ruhe

Dass die Nachbarn wegen der Bauarbeiten weiterhin beeinträchtigt werden, sei bedauerlich. Friedrichs verweist aber auch auf die 40 Jahre, in denen es keinerlei Ruhestörung durch Bauarbeiten am BSG gegeben habe. „Es wurde nichts gemacht.“

Nun habe man zweieinhalb Jahre lang mit Hochdruck gearbeitet, um schnell fertig zu werden. In dieser Zeit wurde das Bundessozialgericht, das seit dem Jahr 1954 in Kassel ansässig ist, für insgesamt 41 Millionen Euro saniert.

Das Geld für die jetzt angelaufene Instandsetzung des Gebäudetrakts an der Regentenstraße sei erst später bewilligt worden, sagt Friedrich. Diese Sanierung kostet 855 000 Euro.

Die Arbeiten haben bereits im Herbst 2009 begonnen und sollen Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Die Vermietung der Flächen, die vom Bundessozialgericht getrennt sind, ist ab März 2011 geplant. Der Gebäudeteil bietet auf fünf Etagen insgesamt 750 Quadratmeter Nutzfläche. Die Wirtschaftsförderung Region Kassel, Makler und das Bundesarbeitsministerium sollen bei der Vermarktung helfen.

Dass der Gebäudetrakt saniert wird, ist laut Friedrich dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung zu verdanken. Ursprünglich habe man daran gedacht, diesen Teil des historischen Gebäudes im Rohzustand stehen zu lassen. „Wie lange so etwas gut geht, weiß ich nicht.“

Im September sollen die Rohbauarbeiten beendet sein und der Innenausbau beginnen. Dach und Fassade des Gebäudeflügels sind im Zuge der Generalsanierung saniert worden. Nach überstandener Bauzeit will das BSG im nächsten Jahr einen Tag der offenen Tür veranstalten. Die Nachbarn wolle man dazu persönlich einladen, sagt Friedrich. (els)

Weitere Bilder im Internet unter www.hna.de/foto

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