Die Halle in Rothenditmold soll in den nächsten Wochen eröffnet werden

Endspurt für die Skater

Kassel. Der Ausbau der Skaterhalle an der Brandaustraße in Rothenditmold geht in die heiße Phase: Seit Oktober bauen die Mitglieder des Kasseler Skateboardvereins „Mr. Wilson“ und des Vereins zur Förderung urbaner Jugendkultur „Cluster e.V.“ in Eigenarbeit Rampen und Parcours. Nun steht die Eröffnung der Halle kurz bevor.

„Die Rampen werden in zwei bis drei Wochen fertig sein“, sagt Matthias Weiland, Vorsitzender des Skateboardvereins. Auf 1000 Quadratmetern soll in dem ehemaligen Henschel-Werk ein kulturelles Zentrum entstehen, dass auch Jugendliche ansprechen soll, die mit der Skaterszene bisher wenig Berührung hatten. Im Vorraum zur Halle soll eine Art Treffpunkt entstehen. Dort werden Getränke und Snacks angeboten. Billiardtische und Sitzmöglichkeiten stehen bereit. Außerdem soll es Videoabende geben, sagt Weiland, der vor kurzem seine Diplomarbeit über Skateboarding schrieb.

Die Zimmer im oberen Bereich sollen für Seminare und Kunstausstellungen genutzt werden. „Vereine, die die Räume mieten wollen, können sich gerne an uns wenden“, sagt Weiland. Im Innenhof soll es bei warmen Wetter Grillabende geben. Außerdem bestehe die Möglichkeit, dort Workshops für Graffiti-Sprüher anzubieten. Die Jugendlichen sollen damit die Möglichkeit bekommen, selbst aktiv zu werden, statt nur passiv abzuhängen, sagt Weiland.

Trotz all der Zusatzangebote soll das Hauptaugenmerk auf dem Skaterparcours liegen: Der 250 Quadratmeter große „Indoorbowl“, eine Art Swimmingpool indem geskatet werden kann, ist die Hauptattraktion. „Ein Hallenbowl ist in Deutschland einmalig“, sagt Weiland. Mit einem „Girls-Day“ will der Verein mehr Mädchen zum Skaten ermutigen. Von den 110 Mitgliedern seien nur zwei weiblich, sagt Weiland, da müsse man was tun. Für den Hallenausbau erhielten die Skater eine Förderung von 120 000 Euro aus dem Bundesprogramm „Jugend belebt Leerstand“. Die Kosten für Hallenmiete und Strom sollen durch Eintrittsgeld für den Skaterbereich und durch den Getränkeverkauf finanziert werden, sagt Matthias Weiland.

Von Daniel Göbel

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