Letzte Arbeiten am 6,1 Millionen Euro teuren Anbau des Kongress Palais – Einweihung am 16. August

Endspurt an der Stadthalle

Koloss: Christian Pfurr, Michael Wiwjora und Jan Klei (von links) von der Arbeitsgemeinschaft Klei und Most bugsieren im Stadthallengarten ein 3,6 Tonnen schweres Betonelement für die Treppenanlage in Position. Fotos: Koch

Kassel. Ein Kran hievt die tonnenschweren Betonblöcke in Position, aus denen sich die großzügige Treppenanlage zusammensetzt. In wenigen Wochen werden Besucher über die Stufen das Foyer im neuen Anbau des Kongress Palais Stadthalle betreten. Bis dahin ist aber noch viel zu tun.

Doch die Bauarbeiter sind zuversichtlich, dass sie rechtzeitig fertig werden. Am 16. August soll der 6,1 Millionen Euro teure Anbau mit einem großen Fest eingeweiht werden. „Wir geben uns Mühe“, sagt Polier Michael Spindler vom Unternehmen Klei Landschaftsbau, das gemeinsam mit der Firma Most Gartenlandschaften im Einsatz ist.

Architekt Prof. Alexander Reichel ist ebenfalls zuversichtlich, dass der Termin eingehalten wird. „Das kriegen wir hin“, sagt der Kasseler Planer. Er hatte sich mit seinem Entwurf bei einem Wettbewerb durchgesetzt. Nach einem guten Jahr gehen die Bauarbeiten im Stadthallengarten ihrem Ende entgegen. Der Betrieb im Kongress Palais lief in dieser Zeit weiter. „Jetzt fügt sich langsam alles“, sagt der Architekt. „Der Entwurf ist sehr schön umgesetzt.“ Es habe keine Abstriche bei der Gestaltung gegeben.

Farbton-Suche

Schwere Last: Johannes Wasmuth (links) und Edgar Tewes von der Warburger Firma Budo Metallbau setzen im Zwischentrakt eine Metallverkleidung ein.

Die Messlatte lag hoch. Ein Vierteljahr hat es allein gedauert, bis der richtige Farbton für die Fassadenelemente und das Betontragwerk gefunden war. Deren Farbgebung orientiert sich an der Sandsteinfassade des historischen Stadthallengebäudes, so dass sich ein harmonisches Bild ergibt.

Die größte Herausforderung für den Architekten war die Konstruktion, die auf einem Trägerraster beruht. „Dadurch können wir 35 Meter stützenfrei überspannen“, sagt Reichel. Im 800 Quadratmeter großen Saal stören keine Pfeiler den Blick, was auch räumliche Vorteile mit sich bringt. Aber auch dort gibt es noch einiges zu tun. Der Parkettboden ist erst zur Hälfte verlegt, die Lichtdecke muss noch eingebaut werden.

Im transparent gestalteten Trakt zwischen Alt- und Neubau führen Treppen rechts und links ins darunter liegende Foyer, das ebenfalls 800 Quadratmeter misst. Von dort können die Besucher künftig ins alte Foyer gelangen. Doch noch geben auch hier die Arbeiter den Ton an.

Unterdessen haben die Veranstalter bereits ihren Bedarf angemeldet. Dazu zählen laut Peter Ley, Geschäftsführer der Tagungszentrum Stadthalle GmbH (TSK) und der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Kassel (GWG) , auch die Comicmesse Connichi und die Gesundheitstage Nordhessen, die ein großes Publikum anziehen.

Der Anbau war dringend nötig. Großveranstalter drohten wegen Platzmangels abzuwandern. Diese Gefahr scheint nun gebannt. Mit dem Anbau ist die Veranstaltungsfläche von 5500 auf 7500 Quadratmeter gewachsen. Das kommt auch dem Weltsolarkongress zugute, der Ende August im Kongress Palais tagt.

Mehr zur Stadthalle im Internet auf: www.hna.de/wiki

Von Ellen Schwaab

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