Endspurt Stadtwette: Schon zehn Tonnen Lebensmittel für Kasseler Tafel gespendet

Großer Schub für die Stadtwette: Kunden und Geschäftsleute des Dez-Einkaufszentrums haben kräftig Lebensmittel gespendet. Auf unserem Foto wird die Spende enthüllt von (von links): OB Hilgen, Hans-Joachim Noll und Hellmut Weiß von der Kasseler Tafel sowie im Hintergrund rechts neben der amtierenden Miss Germany, Anne-Kathrin Kosch: die Geschäftsleute Uwe von Schack, Center-Manager Alexandru Gavriliu, Moderator Bernd Kaiser, Ulrich Scharnhorst, Karl Heinemann und Aida Zlater. Foto: Herzog

Kassel. Sage und schreibe fünf Tonnen Lebensmittel wurden der Kasseler Tafel jetzt auf einen Schlag übergeben. Im Dez-Einkaufszentrum haben nicht nur die Kunden des Real-Markts kräftig für die Stadtwette von OB Bertram Hilgen gespendet, sondern auch einige ansässige Geschäftsleute noch einmal draufgelegt.

Die Mitarbeiter der Kasseler Tafel und Hilgen strahlten, als die Spenden jetzt in Anwesenheit der amtierenden Miss Germany, Anne-Kathrin Kosch, übergeben wurden. Die Stadtwette des Oberbürgermeisters kommt langsam auf die Zielgerade, und eigentlich dürfte auch nicht mehr viel schiefgehen: Die anvisierten elf Tonnen Lebensmittel sind schon fast erreicht. Mit der Dez-Spende sind es nach Auskunft von Hans-Joachim Noll, dem Vorsitzenden der Kasseler Tafel, insgesamt bereits zehn Tonnen.

Thilo Scharf

In vielen Lebensmittelgeschäften folgen die Kunden der Aufforderung, neben den eigenen Einkäufen auch Dauer-Lebensmittel für die Tafel in den Einkaufskorb zu legen, an der Kasse zu bezahlen und im Geschäft zu deponieren. „In unserem Zentrallager in Edermünde stapeln sich die Sachspenden für die Stadtwette“, sagt Thilo Scharf, Standort-Geschäftsführer bei Lidl. Mehr als sechs voll bepackte Paletten mit Nudeln, Reis, Zucker, Konserven und anderen haltbaren Lebensmitteln sind bereits bei Lidl deponiert. „Am Ende werden wir natürlich kräftig aufstocken“, sagt Scharf.

Viele Lebensmittelgeschäfte und Tafelmitarbeiter arbeiten seit Jahren Hand in Hand. Wenn die Ehrenamtlichen von der Kasseler Tafel im Schnitt zweimal pro Woche mit dem Kleinbus vorfahren, stehen die abzugebenden Lebensmittel - oft mit einer Verfallsdatumsangabe - schon auf der Rampe bereit. „Das ist keine Mehrarbeit“, sagt Scharf. Die Tafel-Idee sei überzeugend: „Bevor man was wegwirft, kann man auch helfen.“

Vorteil für beide Seiten

Auch Burkhard Hensel, Leiter des Rewe-Markts in Niestetal-Sandershausen spricht von einer Win-win-Situation. „Unterm Strich haben alle etwas davon.“ Besonders gut laufen in seinem Geschäft zurzeit die Sonderaufbauten für die Tafel, wo die benötigten Spenden wie Konserven, Nudeln und Mehl schon für die Kunden zusammengetragen wurden.

Die Tafel-Idee würde ohne die Unterstützung durch die Lebensmittelgeschäfte nicht funktionieren, sagt Noll. Sponsoren, die über die Lebensmittelabgabe hinaus die Tafeln und das Bundes-TafelTreffen vom 23. bis zum 25. Juni in Kassel unterstützen, sind neben Lidl Netto, Real und Tegut. Hauptsponsor ist Rewe. In ihren Filialen - auch Edeka ist dabei - nehmen die Discounter bis zum 25. Juni Lebensmittel-Spenden ihrer Kunden entgegen.

Außerdem können sie montags bis freitags, 8 bis 15 Uhr, im Kasseler Rathaus neben der Poststelle, Eingang Stadtbibliothek, abgegeben werden.

Von Christina Hein

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