Einzug im September geplant

Wingas: Neue Firmenzentrale am Königstor fast fertig

+
Von außen fertig: Die OFB Projektentwicklung hat den Neubau am Königstor/Ecke Karthäuser Straße bereits an Wingas übergeben. Im September sollen die 400 Kasseler Mitarbeiter in den Bürokomplex einziehen.

Kassel. Bald heißt es Kisten packen für die rund 400 Wingas-Mitarbeiter in Kassel: Im September zieht das Gashandelsunternehmen in den Neubau am Königstor um.

In knapp zwei Jahren Bauzeit ist der vier- und fünfstöckige Bürokomplex am früheren Standort von Karl & Co. entstanden.

Errichtet wurde die neue Firmenzentrale unter der Regie der OFB Projektentwicklung GmbH, einer Tochter der Landesbank Hessen-Thüringen. Diese hat den Neubau, in den rund 30 Millionen Euro investiert wurden, bereits 2013 an das südhessische Familienunternehmen Strauss (Engelbert Strauss Arbeitskleidung) verkauft. Wingas wird alleiniger Mieter sein. Der Mietvertrag wurde zunächst für 20 Jahre abgeschlossen.

Das Gebäude, das von dem Kasseler Architekturbüro ANP entworfen wurde, besteht aus fünf oberirdischen Etagen mit 12.000 Quadratmetern Grundfläche sowie einem Technikgeschoss. Es bietet Platz für 460 Mitarbeiter und verfügt über eine hauseigene Kantine. In der Tiefgarage gibt es 111 Parkplätze, hinzu kommen 25 oberirdische Stellplätze.

Nachdem die OFB das Gebäude vor Kurzem an Wingas übergeben hat, wurde nahtlos mit dem Einbau der Ausstattung, unter anderem der Kantinenküche, begonnen.

Für Passanten nicht erkennbar ist eine architektonische Besonderheit des Gebäudes: Nicht nur die Büros entlang der fensterreichen Fassade zur Straße sind lichtdurchflutet. Ein Innenhof sorgt auch in den nach hinten gelegenen Räumen für Tageslicht.

Der Gasgroßhändler Wingas, der zu Beginn der Bauarbeiten noch 330 Mitarbeiter hatte und jetzt über 400 Menschen in Kassel beschäftigt, befindet sich seit Jahren auf Wachstumskurs. Die Räumlichkeiten am Sitz von Wintershall platzen aus den Nähten.

2014 stieg der Gasabsatz des europaweit tätigen Händlers um 12,2 Prozent auf knapp 500 Millionen Kilowattstunden – genug um ein Jahr lang 24,5 Millionen Einfamilienhäuser zu versorgen. Wegen niedrigerer Preise stieg der Umsatz aber nur geringfügig auf 12,6 Milliarden Euro.

Wingas gehört je zur Hälfte dem Kasseler Öl- und Gasförderer Wintershall sowie dem russischen Energieriesen Gazprom. Die Wintershall-Mutter, der Ludwisghafener Chemiekonzern BASF, hatte seine Hälfte sowie weitere Aktivitäten gegen eine 25-Prozent-Beteiligung am Gazprom-Gasfeld Achimov in Sibirien tauschen wollen. Das Geschäft scheiterte aber Ende 2014 an den politischen Verwerfungen im Zuge der Ukraine-Krise.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.