Straßenbauer haben in den Herbstferien Hochkonjunktur - Geld muss verbaut werden

Endspurt vor dem Winter

Einsatz rund um die Uhr: An der Straßenbahn-Haltestelle „Rotes Kreuz“ erneuert die KVG zurzeit die Gleise. Autofahrer müssen deshalb mit Behinderungen auf der Wilhelmshöher Allee rechnen. Foto: Koch

kassel. Endspurt beim Straßenbau: Vor der Winterpause legen die Straßenbauer noch einmal richtig los. Die zusätzlichen 1,3 Millionen Euro, die das Land wegen der Winterschäden zur Verfügung gestellt hat, müssen verbaut werden. „Wir arbeiten vor allem in den Ferien, weil dann weniger Verkehr auf den Straßen ist“, sagt Binasa Bidzan-Cornelius, stellvertretende Leiterin der Abteilung Straßen- und Brückenbau im Straßenverkehrs- und Tiefbauamt.

4,5 Mio. Euro gibt die Stadt jährlich für die Unterhaltung von Straßen, Brücken und Plätzen aus. „Wir bauen nicht, um die Leute zu ärgern“, sagt die Bauingenieurin. Man wolle ihnen gute Straßen bieten.

Im nächsten Jahr ist die Bauzeit wegen der documenta zudem begrenzt. Wenn die Kunstfreunde aus aller Welt nach Kassel strömen, sollen sie sich nicht über Baustellen in der Innenstadt ärgern. Bis dahin wird Autofahrern an vielen Stellen in der Stadt Geduld abverlangt.

Mit erheblichen Behinderungen vor allem im morgendlichen Berufsverkehr muss auf der Holländischen Straße gerechnet werden. Wegen eines Straßeneinbruches steht dort stadteinwärts bis voraussichtlich Freitag, 14. Oktober, nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Die Fußgängerampeln im Bereich der Haltestelle Hegelsbergstraße sind nur eingeschränkt im Einsatz. Die Straßenverkehrsbehörde bittet darum, die gesicherten Überwege zu benutzen.

Mit starken Behinderungen beziehungsweise Sperrungen müssen Autofahrer auch auf der Wilhelmshöher Allee sowie im Bereich Goethestraße /Germaniastraße rechnen, wo seit geraumer Zeit Vorarbeiten für den geplanten Umbau laufen. Gebuddelt wird im Vorderen Westen zudem in der Westendstraße und der Parkstraße. Bis zum Jahresende werden dort für 270 000 Euro die Gehwege und die Fahrbahn erneuert. Die Westendstraße ist zwischen Parkstraße und Friedrich-Ebert-Straße gesperrt. Eng wird es in Stoßzeiten auch am Weinberg. Wegen Sanierungsarbeiten an der Stützmauer steht dort voraussichtlich bis Ende Oktober stadtauswärts nur eine Fahrspur zur Verfügung.

Staus und Verkehrsbehinderungen drohen zudem auf der Frankfurter Straße, die ab Montag, 10. Oktober, zwischen Auestadion und Eisenbahnbrücke Niederzwehren saniert wird. Grund sind Aquaplaning- und Glättegefahr im Winter. Fahrbahn und Kanalzugänge werden instand gesetzt, was mit Teil- und Vollsperrungen verbunden ist.

Die Teilsperrungen der Tulpenallee und der Rasenallee bis Ende Oktober führen zu erhöhtem Verkehrsaufkommen und Staus in Harleshausen und Kirchditmold.

Zu Behinderungen kommt es auch auf der Wolfhager Straße, wo der Kasseler Entwässerungsbetrieb (KEB) Kanalarbeiten erledigt. Gleiches gilt für die Weserstraße in Höhe Magazinstraße. Wegen Gleisarbeiten der KVG wird es auf der Ihringshäuser Straße eng. Mit Sperrungen verbunden ist auch die Erneuerung der Gahrenbergstraße im Stadtteil Philippenhof-Warteberg für 1,5 Millionen Euro.

Im Industriepark ist die Werner-Heisenberg-Straße gesperrt. Die Städtischen Werke verlegen Fernwärmeleitungen. Die Damaschkestraße ist in Teilen Baustelle. Dort wird bis zur zweiten Ferienwoche die Fahrbahn erneuert. Es muss mit Teilsperrungen gerechnet werden. Der Betrieb in den Messehallen soll nicht beeinträchtigt werden. (els)

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