Baustellen am Unterneustädter Kirchplatz sorgen für Behinderungen

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Nadelöhr: In der Bettenhäuser Straße wird es zeitweise eng. Trotz Halteverbots stehen dort immer wieder Baustellenfahrzeuge, so dass andere Lastwagen kaum durchkommen.

Kassel. Es wird eng rund um den Unterneustädter Kirchplatz: Kräne, Baumaschinen und Lastwagen nehmen einen Großteil der Fläche in Beschlag. Zurzeit werden auf dem Areal die letzten freien Grundstücke bebaut.

Doch in der auf historischem Grundriss wiedergegründeten Unterneustadt ist es eng. Der Platz ist so knapp, dass es zu erheblichen Problemen kommt. Zwar hat das Amt für Straßenverkehr und Tiefbau inzwischen mit Absperrungen, Halteverboten und geänderter Verkehrsführung reagiert, doch ist die Situation weiterhin schwierig.

Blick von oben: Wegen der Großbaustelle für das Altenheim der Sozialgruppe Kassel wurde die Verkehrsführung am Unterneustädter Kirchplatz geändert. Das führt zu Engpässen in der Bettenhäuser Straße (rechts im Bild).

„Wir können nur zwischen Not und Elend wählen“, sagt Monika Büthe vom Straßenverkehrsamt bei einem Ortstermin. „Es ist kein Platz da.“ Für die Autofahrer, die aus dem neuen Quartier fahren wollen, bedeutet das zum Teil längere Wartezeiten. Bewohner von Hafenstraße und Sommerweg sollen über den Kreisel fahren. Fußgänger müssen sich die Bettenhäuser Straße in dem betroffenen Abschnitt mit Fahrzeugen teilen und besonders aufmerksam sein. Zum Schutz der Kinder, die den Kindergarten besuchen, wurden Bauzäune aufgestellt. Diese werden von den Baufirmen bei Bedarf aber immer wieder verschoben.

Eigentlich müsste täglich kontrolliert werden, sagt Bü-the. Dabei stehen die Bauarbeiten für das Altenheim neben dem QVC-Gebäude auf dem Unterneustädter Kirchplatz noch am Anfang. Die beiden anderen Baustellen an der Bettenhäuser Straße neben dem Kindergarten und weiter Richtung Fulda sind schon fortgeschritten. Dort entstehen Wohnhäuser. Büthe befürchtet noch weitaus mehr Schwierigkeiten, wenn die Ausbauarbeiten anstehen. Bis 2013 muss nach ihrer Einschätzung mit Einschränkungen gerechnet werden.

Ortsbeiratsmitglied Marcus C. Leitschuh (CDU) spricht von großen Problemen vor allem im morgendlichen Berufsverkehr. Weil auch die Baustellen am frühen Morgen beliefert würden und die Lastwagen die Straße blockierten, gebe es oft kein Durchkommen mehr.

Das Halteverbot, das nun von 7 bis 18 Uhr auf dem betroffenen Teil der Bettenhäuser Straße gilt, werde nicht eingehalten. Feuerwehr und andere Rettungsfahrzeuge könnten im Ernstfall nicht durchkommen, befürchtet er.

„Es ist schwierig“, sagt auch Ortsvorsteher Joachim Schleißing (Grüne). Doch gebe es keine Alternativen. Beide betonen die Bedeutung der Bauprojekte für die Unterneustadt. Dass der Lückenschluss wichtig ist, daran lassen sie keinen Zweifel.

Von Ellen Schwaab

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