Die Swiss International School öffnet zum Schuljahr 2014/15 auf der Marbachshöhe

Englisch für Fünfjährige

Bald neue Nachbarn: In der Nähe der Kitas von K+S und Wintershall (im Hintergrund) an der Amalie-Wündisch-Straße soll gebaut werden. Hier öffnet in einem Jahr eine internationale Grundschule. Betreiber wird die Swiss International School sein. Foto: Schachtschneider

Kassel. Neuigkeiten in Sachen internationale Schule: Zum Schuljahr 2014/15 will die Swiss International School (SIS) in Kassel eine Grundschule eröffnen. In der zweisprachigen Ganztagsschule soll Englisch neben Deutsch als gleichberechtigte Unterrichts- und Umgangssprache stehen. Zum Gründungsjahr wird es voraussichtlich das Angebot einer Eingangsklasse für Kinder ab fünf Jahren sowie die Jahrgangsstufen 1 und 2 geben. Das geht aus der Internetseite des privaten Bildungsinstituts SIS hervor.

Zuletzt hatte das Erdöl- und Erdgasunternehmen Winters-hall Holding GmbH als treibende Kraft hinter den Plänen für eine internationale Schule in Kassel das Berliner Bildungsunternehmen Phorms als Betreiber vorgestellt. Vor einem Jahr waren 250 Besucher zu einer Veranstaltung gekommen, um sich über die Schulpläne zu informieren.

Standort Marbachshöhe

Die sind jetzt ad acta gelegt. „Phorms hat beschlossen, das Projekt nicht mehr zu realisieren“, sagte Wintershall-Sprecher Stefan Leunig. Gründe für den Rückzug nannte er nicht. Umso erfreuter sei man, dass mit der SIS ein guter neuer Schulträger gefunden worden sei, sagte Leunig: „Wir machen mit vollem Elan weiter.“ Viel geändert habe sich nicht. Man liege zudem weiterhin im Zeitplan.

Der Standort der Schule befindet sich nach wie vor nahe des Depots des „Hessencourrier“ an der Amalie-Wündisch-Straße im Technologiepark Marbachshöhe und in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Kindertagesstätten von Wintershall („WiKi“) und K+S („Glückskinder“). Ein Vorentwurf für das Schulgebäude, das ein privater Investor nach den Vorgaben der SIS errichten wird, liege bereits vor. „Der Eröffnungstermin steht unter dem Vorbehalt, dass das Schulgebäude rechtzeitig fertiggestellt wird und die Schule die relevanten Genehmigungen erhält“, heißt es auf der Homepage der privaten Schule. Dort ist auch zu lesen: „Die Pädagogik der SIS ist politisch, weltanschaulich und religiös unabhängig, baut jedoch auf klar definierte Grundwerte.“ Die zweisprachige SIS Kassel richte sich an einheimische ebenso wie an international mobile Familien.

Seit 1999 betreibt die SIS Schulen zunächst in der Schweiz und später auch in Deutschland und Brasilien. Sie ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Schweizer Kalaidos-Bildungsgruppe und der Klett-Gruppe in Stuttgart.

Zum Schulgeld wurden noch keine Angaben gemacht. Phorms war davon ausgegangen, dass die Eltern je nach Einkommen zwischen 200 und 800 Euro Schulgeld pro Monat zahlen. „Weil wir das zweisprachige Bildungangebot in Kassel initiiert haben und unterstützen, wird Wintershall – wie vor einem Jahr angekündigt – zehn Stipendien für je vier Jahre ausschreiben“, sagte Leunig. Ziel sei es, auch Kindern aus einkommensschwachen Familien den Besuch der SIS zu ermöglichen. ARTIKEL LINKS

Von Christina Hein

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