Bisher 14 Betrugsversuche an zwei Tagen

Enkeltrick-Bande ist in Kassel unterwegs

Kassel. In Kassel ist offensichtlich eine Enkeltrick-Bande unterwegs: Seit gestern wurden der Kasseler Polizei 14 Betrugsversuche gemeldet.

Bei diesen gaben unbekannte Täter sich am Telefon gegenüber den angerufenen Senioren als ihre Enkel aus und täuschten eine Notlage vor, um an das Ersparte der Rentner zu kommen. Es blieb aber bei den Versuchen, zu einer Geldübergabe kam es nicht.

Die angerufenen Rentner reagierten clever: Sie kamen den Tätern entweder selbst auf die Schliche oder fragten zunächst bei Angehörigen nach, bevor sie Geld rausrückten.

Am Montag registrierte die Polizei zwölf dieser Versuche, heute bisher zwei.

Die Anrufversuche erfolgen vermutlich willkürlich, ein Muster im Hinblick auf den Wohnort ist nicht zu erkennen, heißt es bei der Polizei. Sie geht davon aus, dass es sich bei allen Versuchen um eine Tätergruppe handelt. Heute früh meldete sich ein Unbekannter gegen 10.15 Uhr zunächst bei einer Seniorin aus dem Erlenfeldanger im Kasseler Stadtteil Forstfeld. Da die Seniorin keine Auskünfte gab, legte der Anrufer gleich wieder auf. Beim zweiten Anruf kurz nach 11 Uhr bei einer Rentnerin im Stadtteil Fasanenhof in der Straße "Hinter dem Fasanenhof" gab sich ein unbekannter Mann als Bekannter ihres Enkels aus, der im Urlaub einen schweren Unfall hätte. Zwecks Behandlung würden dringend 20.000 Euro gebraucht. Nachdem die Seniorin zunächst mit Angehörigen Rücksprache halten wollte, legte der Anrufer auch hier auf.

Am gestrigen Tag scheiterten die Unbekannten in zwölf Fällen. In der Zeit zwischen 10 Uhr und 15.20 Uhr riefen die Täter Senioren in Kassel-Süd, Rothenditmold, Oberzwehren, Niederzwehren, Bad Wilhelmshöhe, Bettenhausen, im Forstfeld und Fasanenhof sowie am Warteberg an. Bei etwa der Hälfte der Anrufe kam es zu keinen Geldforderungen, da die Senioren Fragen zu den Angehörigen stellten, die der angebliche Enkel nicht beantworten konnte und vorher auflegte. In den anderen Fällen verlangten sie wegen angeblicher Notfälle zwischen 10.000 und 25.000 Euro. Zur Geldübergabe kam es auch in diesen Fällen nicht, da die Opfer überwiegend die Masche der Betrüger kannten und nicht auf die Forderungen der Täter eingingen.

Hinweise an die Polizei unter 0561/9100.

Rubriklistenbild: © dpa

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