Entdeckung: Tiefgefrorene Pute im Müll

Kassel. Da staunten Wolfgang und Renate Paar aus Wehlheiden am Ersten Weihnachtstag nicht schlecht: Auf ihrem Spaziergang vom Wehlheider Friedhof nach Hause erregte eine Hausmülltonne an der Sternbergstraße ihre Aufmerksamkeit, weil der Deckel hoch stand.

Als der 71-jährige Paar hineinschaute, entdeckte er eine eingeschweißte Pute. „5800 Gramm, eingefroren haltbar bis 2014“, stand auf der Verpackung, erzählt Wolfgang Paar. „Das war eine fürchterliche Entdeckung. Ich empfinde sowas als bodenlose Frechheit.“ Er selbst habe als Kind Not und Hunger kennengelernt. Deshalb habe er für so ein Verhalten kein Verständnis.

„Es gibt viel Armut auf der Welt, auch in Kassel und da schmeißt jemand so was weg“, empört sich auch Renate Paar (64). Die Pute hätte man verschenken, der Tafel oder einer anderen Hilfseinrichtung geben können. Stattdessen ab in den Müll. „Das ist nicht akzeptabel.“ (chr)

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