Bulle in der Buga: Entflohenes Tier mit Gewehrschuss betäubt

Kassel. Ein entflohener Bulle, der sich nach einem Unfall aus einem Viehtransportanhänger befreien konnte, hielt heute Vormittag die Polizei auf dem Buga-Gelände in Atem.

Der Unfall ereignete sich gegen neun Uhr auf der B83 im Kasseler Stadtteil Waldau. Dort fuhr ein 70-jähriger Landwirt aus Calden mit seinem VW-Bus und Viehtransportanhänger in Höhe der dortigen Aral-Tankstelle auf der linken Spur stadtauswärts, auf der rechten Spur fuhr nahezu parallel ein VW Touran.

Der Viehtransporter geriet aus noch nicht geklärter Ursache offenbar nach rechts, wodurch der Touran von der Fahrbahn abkam, einen Baum streifte und anschließend vor einem weiteren Baum zum Stehen kam. Der Fahrer des Touran wurde dabei leicht verletzt, der Sachschaden liegt laut Polizei bei etwa 10.000 Euro. Der Unfall sorgte zwischenzeitlich für einen Stau.

Durch den Unfall in Aufregung versetzt, trat der im Transportanhänger geladene Bullen die rechte Tür des Transporters auf und suchte das Weite. Versuche seines Besitzers, das Galloway-Rind mit Futter zu locken und noch am Straßenrand wieder einzufangen, misslangen. Der Bulle verschwand in der Buga.

Der Besitzer, mehrere Kasseler Polizisten und weitere Helfer fanden den Bullen ganz in der Nähe der Segler-Gaststätte wieder. Alle Versuche, das Tier wieder einzufangen, schlugen fehl. Ein Tierarzt betäubte das Rind schließlich mit einem Schuss aus dem Betäubungsgewehr. Mit vereinten Kräften und mit Tragegurten gelang es der Polizei schließlich, den rund 900 Kilogramm schweren Bullen in den noch fahrbereiten Tieranhänger zu verladen. Mit dem ging es dann wieder zurück in den heimischen Stall nach Calden. (mor/jna)

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