Wegen Trockenheit

Sofortiges Entnahmeverbot: Wasser soll in Kassels Bächen bleiben

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Wasserentnahme verboten: Davon ist auch der Wahlebach im Kasseler Osten betroffen.

Trotz einiger Regenschauer wie zuletzt am Montag war es in den vergangenen Monaten erneut deutlich zu trocken. Deshalb hat die Stadt Kassel reagiert.

Ab sofort ist es verboten, aus Bächen wie der Drusel, dem Wahlebach, der Ahne oder dem Geilebach Wasser zu entnehmen. Extremes Niedrigwasser beeinträchtige den Lebensraum der Pflanzen und Tiere in den Gewässern, heißt es zur Begründung.

Offenbar wurden in jüngster Zeit immer wieder größere Mengen Wasser aus den Bächen abgezapft. Die Stadt beruft sich bei dieser Einschätzung auf Rückmeldungen der Unteren Wasserbehörde.

Entnahmeverbot: Bis Jahresende

Die Auswirkungen der Trockenheit bekommen unter anderem Kleingärtner und private Gartenbesitzer zu spüren. Wer keinen Brunnen oder eine Zisterne hat, dem bleiben nicht mehr viele Möglichkeiten.

Denn aus den Bächen in Kassel darf man sich ab sofort nicht mehr bedienen. Diese Vorgabe gilt nach Angaben der Stadt sogar bis zum Jahresende. Eine durchgreifende Änderung der trockenen Wetterlage sei nicht in Sicht, deshalb müsse man das Verbot länger aufrecht erhalten.

Die Stadt beruft sich unter anderem auf das Hessische Wassergesetz und verweist darauf, dass Sanktionen möglich sind. Wer trotz des Verbots Wasser aus Bächen oder Seen abzapft, begehe eine Ordnungswidrigkeit. Die könne mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Eine Ausnahme für das Verbot ist bislang die Fulda. Bis auf Weiteres sind hier nach Angaben der Stadt Wasserentnahmen noch erlaubt. 

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