Energieversorger Eon und Städtische Werke setzen deutlich weniger Gas ab

Milder Winter spart Heizkosten

Für schlechtere Geschäfte sorgt der milde Winter bei den Energieversorgern. So haben die Städtischen Werke Kassel im kompletten Jahr 2014 etwa 14 Prozent weniger Gas abgesetzt.

Der Eon-Konzern, Grundversorger in weiten Teilen Nordhessens, spricht gar davon, dass eine dreiköpfige Familie in der aktuellen Heizperiode bisher rund 90 Euro gespart habe. Grund sei, dass der Winter 2014/2015 deutschlandweit bisher etwa 1,5 Grad wärmer gewesen sei als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre, teilte der Geschäftsführer von Eon Energie Deutschland, Uwe Kolks, mit.

Eine Familie, die von Eon durchschnittlich 20 000 Kilowattstunden pro Jahr bezieht, habe zwischen Oktober 2014 und Februar 2015 Heizkosten von rund sieben Prozent gespart. Grund sei die milde Witterung.

Wie viel Euro Kunden der Städtischen Werke gespart haben, konnte Pressesprecher Ingo Pijanka auf Anfrage nicht sagen. Angaben über konkrete Euro-Beträge seien nicht seriös, da die Abrechnungszeiträume der 43.000 Kunden so unterschiedlich seien. So erhalte ein Zwölftel aller Kunden jeden Monat eine Rechnung. Andere hätten dagegen ganz andere Abrechnungszeiträume. Hinzu komme, dass es in den vergangenen Jahren immer auch Preisänderungen gegeben hat. Die Städtischen Werke haben zuletzt erst den Gaspreis gesenkt.

Über den gesamten Bestand gerechnet verbrauche jeder Kunde der Städtischen Werke im Durchschnitt 20 700 Kilowattstunden Erdgas pro Jahr. Im kompletten Jahr 2014, das Teile von zwei vergleichsweise warmen Heizperioden abdeckt, habe jeder Kunde im Durchschnitt 2900 Kilowattstunden weniger verbraucht.

Pijanka wollte den geringeren Gasabsatz aber nicht nur auf die milden Winter zurückführen. Vielmehr sei eine erhöhte Sensibilität für Energieverbrauch bei Kunden spürbar. Auch machten sich Investitionen in die Gebäude bemerkbar, die zu einer höheren Energieeffizienz führten.

Eon-Geschäftsführer Kolks empfiehlt Verbrauchern nicht, ihre monatlichen Abschläge wegen eines milden Winters zu senken. „Da es jederzeit saisonale Schwankungen geben kann, ist es sinnvoll, seinen Verbrauch für ein durchschnittliches Jahr zu berechnen und die Abschläge entsprechend anzupassen“,. sagte Kolks. „Das erspart Überraschungen bei der Jahresrechnung.“

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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