Neue Wohnungen in Riedwiesen

Erbbau-Genossenschaft übergibt seniorengerechtes Haus 

Freuen sich auf ihr neues Zuhause in den Riedwiesen: Hans-Joachim Busch und Hündin „Nuka“. Fotos: Schachtschneider

Hans-Joachim Busch ist glücklich. Im Januar bezieht der 67-jährige Baunataler mit Hündin Nuka seine neue Wohnung in den Riedwiesen in Kirchditmold. Er ist der letzte von acht Parteien.

Busch hat eine kleine Erdgeschosswohnung mit zwei Terrassen und direktem Zugang zum großen Garten in dem begehrten, seniorengerechten Neubau der Erbbaugenossenschaft Kassel ergattert. Zur Miete. „Hier stimmt einfach alles. Das Haus, die Lage und die Mitbewohner“, freut er sich auf die neue Bleibe.

Michael Schimansiki-Wulf (62) und Ehefrau Claudia Wulf (63) sind ebenso glücklich. Seit Oktober bewohnen sie das unlängst fertiggestellte Mehrfamilienhaus. „Wir fühlen uns hier sehr wohl“, sagt der pensionierte Krankenhausseelsorger, der bislang in Warburg lebte. Er und seine Frau haben die Umzugsentscheidung „sehr bewusst“ getroffen. Schließlich biete das Haus „eine tolle Wohn- und Lebensperspektive“.

Das barrierefreie Wohnhaus inmitten der unter Denkmalschutz stehenden Ried-wiesen-Siedlung mit ihren markanten Spitzdachhäusern ist das erste Neubauprojekt der 1919 gegründeten Genossenschaft seit Fertigstellung der weit über Kassels Grenzen hinaus bekannten Siedlung vor 87 Jahren. Bislang habe man sich nur um den Bestand gekümmert, erklärt Vorstandsmitglied Peter Erny.

Umso größer war die Freude während der feierlichen Einweihung des auch energetisch dem modernsten Standard entsprechenden Gebäudes. Zumal man sowohl mit der gut einjährigen Bauzeit als auch mit den veranschlagten Kosten von 1,2 Millionen Euro im Rahmen geblieben sei, wie das Architekten-Duo Marcus Wilhelm und Birgit Sieler betonte.

Vorstandsmitglied Judith Boczkowski sagte, dass der genossenschaftliche Gedanke auch knapp 100 Jahre nach Gründung der Erbbau-Genossenschaft trage. Und Erny kündigte weitere Projekte dieser Art an. Die Bewohner der Immobilien der Genossenschaft in den Riedwiesen sowie der Fasanenhofsiedlung wohnen meist ein Leben lang in den Häusern und Wohnungen und vererben sie in der Regel an ihre Nachkommen weiter. Der Bedarf nach seniorengerechtem Wohnraum steigt, weil viele ältere Menschen den Umzug ins Altenheim so lange hinauszögern wie möglich. Daher ist immer häufiger der Wunsch an die Erbbau-Genossenschaft herangetragen worden, in ein solches Projekt zu investieren.

Die Riedwiesen-Siedlung entstand im Zeitraum 1923 bis 1930. Entworfen wurde sie vom damaligen Kunstprofessor Hans Söder. Charakteristisch für die Ein-, Doppel- und Mehrfamilienhäuser sind das Spitzdach, das zwei nutzbare Geschosse ermöglicht, und zugehörige Gärten zur Selbstversorgung. Die Erbbau-Genossenschaft hat mehr als 100 Gebäude mit gut 220 Wohneinheiten im Bestand.

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