Zum Tag der Erde am Sonntag gibt es Musik, Kleinkunst, Info- und Verkaufsstände

Tag der Erde: 30.000 Besucher im Stadtteil Jungfernkopf

Kassel. Kurze Regen- und Graupelschauer konnten am Sonntagnachmittag die Stimmung beim Tag der Erde nicht trüben. Nach Angaben des Veranstalters besuchten 30.000 Menschen das Umwelt- und Kulturfest im Stadtteil Jungfernkopf.

Sie studieren Nachhaltiges Wirtschaften an der Universität Kassel. Da bot es sich an, den „Tag der Erde“ genauer unter die Lupe zu nehmen. Studentin Meike Warncke war am Sonntag mit vier Kommilitonen im Stadtteil Jungfernkopf unterwegs, um das Umwelt- und Kulturfest zu analysieren.

Wer stellt aus, welche Strategien verfolgt die Veranstaltung? Sie fördere zumindest ein nachhaltiges Konsumverhalten, sagt Meike Warncke. Die Studentin hat sich an einem Stand alte Schallplatten gekauft, darunter „Hunting high and low“. Das Debütalbum der norwegischen Gruppe „a-ha“ von 1985 wird heute noch gern gehört. Dass nachhaltiger Konsum durchaus sinnvoll ist, hat auch die sechsjährige Elli längst begriffen.

Bis vor kurzer Zeit hat das Mädchen Filly-Pferde gesammelt. Jetzt will sie Lego Friends, eine Serie für Mädchen, sammeln. Um das Geld dafür zusammenzukriegen, verkaufte sie ihr altes Spielzeug. Um 12 Uhr hatte sie bereits 13 Euro eingenommen.

Bilder vom Bilder vom Tag der Erde 2012

Bilder vom Tag der Erde 2012

Am Mittag war der „Tag der Erde“ bereits gut besucht. Aus Angst vor Regen hatten wohl viele Menschen bereits den sonnigen Vormittag für den zweieinhalb Kilometer langen Spaziergang vorbei an den 230 Ständen genutzt. „Es ist so groß wie noch nie, es verläuft sich“, sagte Organisator Wolf Diethart Breidenbach. Trotz der Regenschauer am Nachmittag schätzte er die Gesamtbesucherzahl auf 30 000 Menschen.

Viele Besucher hatten klugerweise das Auto zu Hause gelassen und waren mit Rad, Bus oder zu Fuß zur Festmeile gelangt. Besonders umlagert war in diesem Jahr der Stand des Kasseler Präventionsrats. Dort gab es nämlich etwas umsonst: Geschäftsführerin Susanne Zinke verteilte den Taschenalarm, der für ein besseres Sicherheitsgefühl sorgen und Angreifer in die Flucht schlagen soll. „Das ist kein Spielzeug und soll nur im Notfall eingesetzt werden“, mahnte Zinke die Frauen und Männer. Die 2000 Geräte waren sehr schnell vergriffen.

Mehr lesen Sie in der Montagsausgabe.

Video: Taschenalarm soll Angreifer verjagen - in Kassel wird er verteilt

Rubriklistenbild: © Koch/HNA

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