Erfolg im Ingenieursstudium

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Geschafft: Eine feierliche Zeugnisübergabe erleben nur Absolventen, die sich gut auf ihr Studium vorbereitet haben, wie hier die Nachwuchsingenieure des Hasso-Plattner-Instituts, die ihren Abschluss im Talar mit Barett und Schärpe feiern.

Eine gute Vorbereitung ist für Erfolg im Ingenieursstudium alles. „Viele Studenten scheitern, weil sie sich im Vorfeld nicht klar machen, was auf sie zukommt“, sagt Wolfgang Loggen, Leiter der zentralen Studienberatung der RWTH Aachen.

Er rät jedem angehenden Maschinenbauer oder Elektroingenieur sich vor Hochschulbeginn den Stundenplan aus dem ersten Semester anzuschauen. Außerdem sollte ein Besuch einer Probevorlesung zum Pflichtprogramm bei der persönlichen Studienentscheidung gehören. Denn dann sei bei Studienbeginn niemand überrascht, was von ihm verlangt werde.

„Es gibt Leute, die Luft- und Raumfahrttechnik studieren wollen und sich nicht klar darüber sind, dass sie im ersten Semester mit Raketen überhaupt nichts zu tun haben“, sagt Loggen. Im ersten Semester gehe es um die Grundlagen in Mathe und in den Naturwissenschaften. „Die Rakete steigt, wenn überhaupt, erst im letzten Semester“, so Loggen. Seien Studenten darüber nicht informiert, schieben sie im ersten Semester einen großen Frust.

Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts haben sich im Studienjahr 2011 rund 115 800 Studienanfänger für die Ingenieurswissenschaften entschieden. Das sind 24 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Nicht alle von ihnen werden es bis zum Examen schaffen. Nach einer Studienabbruchuntersuchung der Hochschul-Informations-System-GmbH aus dem Jahr 2008 lag die Abbrecherquote bei den Absolventen des Jahres 2006 bei 25 Prozent.

„Die Entscheidung für ein Ingenieursstudium sollte niemals eine Notlösung sein“, sagt Loggen. Dafür sei das Studium zu anspruchsvoll. Wer sich nur für ein technisches Fach entscheidet, weil der Arbeitsmarkt und die Verdienstmöglichkeiten für Ingenieure derzeit gut sind, schaffe es in der Regel nicht bis zum Examen. Angehende Studenten sollten sich vielmehr aufgrund ihrer Interessen und Talente für das Fach entscheiden. Gute Chancen habe etwa, wer in der Schule in Mathe gut gewesen ist. Das gleiche gelte für Menschen, die schon in der Kindheit viel und gern gebastelt und gebaut haben. (tmn)

(von Kristin Kruthaup)

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