Mitglieder erhalten Lebensmittel direkt vom Erzeuger

Erfolg sorgt für Platzprobleme: Verein Solidarische Landwirtschaft sucht Lager

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Frisch und regional: Beate Fischer vom Verein Solidarische Landwirtschaft Kassel in einem der Depots.

Kassel. Der große Erfolg des Vereins Solidarische Landwirtschaft (Solawi) ist inzwischen zum Problem geworden. Denn die Lager werden zu klein. 

Die Kasseler Gemeinschaft bietet landwirtschaftliche Produkte wie Gemüse, Obst, Eier und Honig direkt vom Erzeuger um die Ecke an. 230 Haushalte sind in kurzer Zeit Mitglied geworden. Nun aber werden die Lager zu klein, in denen die Mitglieder ihren Ernteanteil abholen können. Deshalb ist der Verein auf der Suche nach neuen Depots im Stadtgebiet.

Das Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft ist einfach und wurde bereits in vielen deutschen Städten umgesetzt: Private Haushalte tragen die Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebs und erhalten im Gegenzug anteilig den Ernteertrag. In der Kasseler Gemeinschaft liefern derzeit die beiden Gärtnereien Rote Rübe aus Kaufungen und das Wurzelwerk aus Escherode Biogemüse. Weitere lokale Produzenten bieten Honig und Eier an. Für einen Gemüseanteil, der die Haushaltsversorgung für einen Monat abdeckt, sind aktuell 63 Euro monatlich fällig.

Damit keine Kosten für die Lieferung anfallen, werden die Lebensmittel auf Depots im Stadtgebiet verteilt. Von dort können sich die Haushalte ihren Ernteanteil abholen. Als Lagerstätten dienen Garagen, Schuppen und Kellerräume. Deren Kapazitäten sind aber ausgeschöpft. Um weiter wachsen zu können, benötigt die Solidarische Landwirtschaft dringend neue Depots – vor allem in der Innenstadt und der Südstadt.

„Wir würden gerne weitere Betriebe integrieren, um noch mehr Verbrauchern die Versorgung mit regionalem und saisonalem Biogemüse zu erleichtern“, sagt Beate Fischer vom Vorstand der Initiative.

Die privat organisierten Lager seinen auch deswegen so rar, weil die meisten Mitglieder Mieter seien und oft keinen Zugang zu ihren Kellerräumen ermöglichen könnten. Gesucht werden trockene und ungeheizte Räume mit mindestens fünf Quadratmetern Fläche, die kostengünstig oder kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Das Lager muss gut mit einem Lieferauto angefahren werden können und es muss ein Zugang für etwa zehn Haushalte sichergestellt sein. In der Regel werden Schlüssel nachgemacht, um den Zugang zu regeln.

Besonders in den westlichen Stadtteilen, wo die meisten Mitglieder wohnen, ist der Bedarf groß. Melden können sich auch Interessenten, die selbst Mitglied werden wollen und eine Lagermöglichkeit bieten können.

Infos: 01575/410 31 99, Mails an info@solawi-kassel.de oder www.solawi-kassel.de

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