Sieben Prozent mehr für Kilowattstunde – Grundpreis bleibt – Städtische Werke erhöhten bereits im März

Eon erhöht Strompreise zum Juni

Kassel. Der Strom bei Eon wird zum 1. Juni teurer – um fast sieben Prozent. Beträgt der Arbeitspreis für eine Kilowattstunde (kWh) Strom derzeit noch 23,35 Cent, wird er ab Juni 24,98 Cent kosten. Der Grundpreis wird nach Angaben von Eon nicht erhöht.

Er beträgt aktuell 85,39 Euro. Zuletzt hatte Eon seine Preise im Mai 2011 angehoben.

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Die Gründe für den Preisanstieg seien vielschichtig, sagt Eon-Sprecher Roland Schilhab. Vor allem schlügen die Netzentgelte als Umlage für technische Investitionen immer stärker zu Buche. Weitere Faktoren wie die seit Januar geltende Sonderkundenumlage sowie der Anstieg der EEG-Umlage befeuerten den Preisanstieg (siehe Artikel rechts). Schilhab: „Praktisch gesehen muss ein Vier-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 3000 kWh künftig in der Grundversorgung vier Euro mehr pro Monat zahlen.“

Tatsächlich ist Eon nicht der einzige Stromanbieter, der in jüngster Zeit die Strompreise angehoben hat. Bundesweit haben bereits über 150 Stromversorger schon zu Jahresbeginn ihre Preise erhöht, rund 200 weitere Versorger haben Anhebungen zum März oder April vorgenommen. Dazu zählen auch die Städtischen Werke Kassel, die zum 1. März 2012 ihre Strompreise im Grundversorgungstarif um 2,62 Prozent erhöhten. So kostet eine Kilowattstunde jetzt 22,73 Cent statt zuvor 22,13 Cent. Der Grundpreis liegt aktuell bei 94,01 Euro pro Jahr. Die vorletzte Erhöhung liegt über ein Jahr zurück, damals kletterten die Strompreise sogar um fünf Prozent.

Inwieweit die aktuellen Preise nun stabil blieben, ließe sich mit Blick auf größere Zeiträume nur schwer abschätzen, sagt Ingo Pijanka, Sprecher der Städtischen Werke. „Klar ist aber, dass es derzeit keine Planungen gibt, die Preise erneut anzuheben.“

Letztlich hänge jedoch einiges davon ab, zu welchen Preisen Energie auf den Börsen gehandelt werde. „Hier kann sich schnell etwas ändern, was sich auch auf die Preispolitik der Stromanbieter auswirken kann“, sagt Pijanka.

Von Boris Naumann

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