DAK-Report: Arbeitnehmer häufiger krank als im Vorjahr

Erkältungen legen mehr Kasseler flach

Kassel. Der Krankenstand in Stadt und Landkreis Kassel ist 2013 im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 0,2 Prozent auf 4,5 Prozent gestiegen. Das heißt, von 1000 Arbeitnehmern sind 45 krank.

Damit liegt unsere Region wieder etwas höher als der Schnitt in Hessen (4,2 Prozent) und im Bund (4,0 Prozent). Das geht aus dem jetzt vorgestellten Gesundheitsreport der Krankenkasse DAK hervor.

Hauptgrund für diesen Anstieg an Ausfalltagen seien Erkältungswellen gewesen, die die Zahl der Atemwegserkrankungen um 26 Prozent steigen ließen, erläutert der Leiter des DAK-Servicezentrums Kassel, Ernst-Jürgen Braun. Bei der DAK-Gesundheit sind 45 000 Menschen in Stadt und Landkreis Kassel versichert.

Die meisten Krankmeldungen gab es auch 2013 wegen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, gefolgt von Atemwegserkrankungen, psychischen Erkrankungen, Verletzungen und Erkrankungen des Verdauungssystems.

Fehltage durch psychische Erkrankungen seien seit dem Jahr 2000 um 90 Prozent gestiegen, sagte Braun. Einer der Gründe seien gestiegene Anforderungen in der Arbeitswelt. Auch habe sich die Diagnostik verbessert, und es würden psychische Erkrankungen früher entdeckt, die sich beispielsweise zunächst durch körperliche Beschwerden äußern. Braun: „Ärzte und die Bevölkerung gehen offener damit um, psychische Erkrankungen sind kein Tabuthema mehr.“ Wegen der längeren Krankheitsdauer stellten diese Ausfälle von Mitarbeitern die Arbeitgeber häufig aber vor größere Probleme. Angebote zum effektiven Stressmanagement, die Vermittlung von Entspannungstechniken seien Möglichkeiten der Vorbeugung, bei der die Krankenkasse die Unternehmen unterstütze. Braun: „Gesundheitsförderung wird zunehmend eine Führungsaufgabe.“

Eine weitere DAK-Studie ergab, dass trotz der Doppelbelastung durch Beruf und Familie Eltern nicht häufiger krank sind als Kinderlose. (hei)

Rubriklistenbild: © picture-alliance

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