Erneuerbare Energien: Kasseler Iwes soll deutlich wachsen

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Kassel. Der Trend zu Erneuerbaren Energien schafft Arbeitsplätze in der Region - nicht nur bei SMA und anderen Unternehmen, sondern auch in der Forschung: Das Fraunhofer-Iwes soll auf bis zu 800 Mitarbeiter wachsen.

Momentan arbeiten 260 Wissenschaftler, Angestellte und Studenten in dem Institut, das sich unter anderem mit der Integration der Erneuerbaren Energien in die Versorgungssysteme beschäftigt. Im Jahr 2015 sollen es bereits etwa 400 Mitarbeiter sein, sagt Iwes-Sprecher Uwe Krengel.

Die derzeitigen Büroflächen und Prüfstände am Königstor und an der Goethestraße sind schon zu klein. Seit Anfang November werden deshalb Iwes-Mitarbeiter nach und nach in ein Gebäude gegenüber vom IC-Bahnhof Wilhelmshöhe einziehen. Dort war früher ein Callcenter der Lufthansa. 1700 Quadratmeter werden umgebaut, 60 bis 80 Mitarbeiter sollen dort Platz finden.

Langfristig soll das Fraunhofer-Iwes einen Neubau in Kassel bekommen. Man verhandele noch mit Grundstückseigentümern in Kassel, unter anderem mit der Bahn, sagt Uwe Krengel. Ein möglicher Standort für den Neubau sei das Gelände hinter dem Kulturbahnhof. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Das gilt auch für die Finanzierung des Neubaus, die sich die Fraunhofer-Gesellschaft und das Land Hessen teilen würden.

Beide Seiten hätten sich positiv zu den Plänen geäußert, sagte Krengel. Als Bausumme für das mit Labors gespickte Forschungsinstitut waren einmal 300 Millionen Euro im Gespräch. Diese Zahl bestätigte Krengel nicht. Als angepeilten Zeitraum bis zur Fertigstellung des Gebäudes nannte er drei bis vier Jahre. 2009 hat die Fraunhofer-Gesellschaft das Institut übernommen. Das damalige Iset, ein Verein, hatte ein Jahresbudget von neun Millionen Euro. Jetzt hat das Iwes über 16 Millionen Euro zur Verfügung. (hai)

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