Gert Fröbe kam 1958 in die Fuldametropole

Erste große Kino-Rolle in Kassel

Filmhelden in Kassel: Karl Lieffen als Nick Knatterton (links) und Gert Fröbe als Gauner Hugo bei Dreharbeiten zu „Der Raub der Gloria Nylon“ im Jahr 1958. Archivfoto: nh

Kassel. Für ihn war es seine erste größere Rolle im bundesdeutschen Kino, und die spielte er in Kassel: Gert Fröbe, der gestern 100 Jahre alt geworden wäre, stellte in dem Nick-Knatterton-Film „Der Raub der Gloria Nylon“ den Gauner Hugo dar.

Die Geschichten rund um den schlagfertigen Meisterdetektiv mit der markanten Nase, der Knickerbocker und der Pfeife im Mund waren in den 1950er-Jahren ein Renner. Die Episode mit Gert Fröbe wurde 1958 unter der Regie von Hans Quest in Kassel gedreht. Knatterton, gespielt von Karl Lieffen, musste darin eine entführte Millionärstochter finden. Bei den Dreharbeiten konnten die Kasseler unter anderem eine heiße Verfolgungsjagd miterleben, bei der ein Auto mit einer Gestalt im karierten Anzug die Wilhelmsstraße hinunterraste und in die Wolfsschlucht einbog.

Action gehörte schon damals zu einem guten Krimi. Nur wenige Jahre später, 1964, brillierte Gert Fröbe als Goldfinger in dem gleichnamigen James-Bond-Streifen. Die Rolle machte ihn zum internationalen Star.

Kassel war in den 1950er-Jahren beliebte Filmstadt. Zu den bekanntesten Filmen dieser Zeit zählt „Rosen für den Staatsanwalt“, in dem Walter Giller den Krawattenverkäufer Rudi Kleinschmidt spielt. Heinz Erhardt kurvte damals in „Immer die Autofahrer“ als Polizeihauptwachtmeister durch den Vorderen Westen.

Nick Knatterton hatte zunächst als Comic-Held die Leser einer Illustrierten erfreut, bevor er auf der Leinwand erschien und mit seinen Seitenhieben die Wirtschaftswunderzeit aufs Korn nahm. (els)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.