HNA-Kommentar zur Kasseler Ampel

Kommentar zur Ampelfrau: "Mit Gleichberechtigung hat das nichts zu tun"

Kassel. Erstmals in Hessen leuchten in Kassel auf Fußgängerampeln Ampelfrauen mit Zöpfen und Rock. Ein Umstand, der unter HNA-Lesern rege diskutiert wird. Hier kommentiert nun Redakteurin Christina Hein. Ihre Meinung: Mit Gleichberechtigung hat die Ampelfrau nichts zu tun.

Sind wir hier bei der satirischen „heute-show“? Man könnte das meinen. Ernst zu nehmen ist der Vorschlag der Kasseler Grünen, aus Gründen der Gleichberechtigung paritätisch Ampelfrauen zu installieren, jedenfalls nicht.

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Wie soll man das verstehen? Frauen identifizieren sich eher mit einem stilisierten Mädchen mit Zopfschleifen und wehendem Röckchen als mit einem Hut und Hosen tragenden Exemplar? Solche Äußerlichkeiten machen weder Mann noch Frau aus und werden in der Regel von Frauenrechtlerinnen als sexistisch gegeißelt. Wären diese albernen Klischees die öffentliche Meinung, müsste man dagegen protestieren.

Warum soll ich mich als Frau in einem Verkehrszeichen widerspiegeln wollen? Mit Gleichberechtigung hat das nichts zu tun. Mit Emanzipierung noch weniger. Schließlich ist es keine hundert Jahre her, da haben Frauen für die gesellschaftliche Akzeptanz gekämpft, Hosen zu tragen. Es gibt wahrlich noch viel zu tun in Sachen Gleichberechtigung. Die Forderung nach Ampelfrauen gehört nicht dazu. chr@hna.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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