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Erstmals Spitzenprofessur für die Uni Kassel: Andreas Fischer-Lescano baut neues Nachhaltigkeits-Institut mit auf

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Von: Katja Rudolph

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Prof. Dr. Andreas Fischer-Lescano
Andreas Fischer-Lescano kommt im Oktober nach Kassel © Matej Meza/Uni Bremen

Exzellenter Zuwachs für die Uni Kassel: Der Rechtswissenschaftler Andreas Fischer-Lescano folgt einem Ruf nach Nordhessen und wird dort das neue Nachhaltigkeitsinstitut mit aufbauen.

Kassel – Die Universität Kassel erhält ihre erste Spitzenprofessur im Exzellenzprogramm Loewe: Sie geht an den Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Andreas Fischer-Lescano, der zum 1. Oktober die Professur „Just Transitions“ (gerechte Transformationen) in Kassel antreten wird. Das teilte das hessische Wissenschaftsministerium am Donnerstag mit. Der 49-Jährige wird zugleich erstes Mitglied im Direktorium des „Kassel Institute for Sustainability“, dem neuen Nachhaltigkeitszentrum der Hochschule.

Fischer-Lescano ist auch über Wissenschaftskreise hinaus bekannt geworden, als er 2011 die Plagiate in der Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg aufdeckte. Der Juraprofessor forscht und lehrt bislang an der Universität Bremen, wo er auch geschäftsführender Direktor des Zentrums für Europäische Rechtspolitik war. Einer seiner Arbeitsschwerpunkte liegt auf der Frage, wie soziale und ökologische Transformationen gerecht juristisch umgesetzt werden können.

„Dass ein international profilierter Wissenschaftler wie Prof. Fischer-Lescano sich künftig im Direktorium engagiert, zeigt die Strahlkraft, die das Institut schon jetzt hat“, sagte Kassels Uni-Präsidentin Ute Clement. Über das Loewe-Programm zur Förderung von Spitzenforschung stellt das Land für die Ausstattung der Professur 1,6 Millionen Euro innerhalb von fünf Jahren bereit. Nicht nur in der Forschung, auch in der Lehre ist Fischer-Lescano offenbar sehr angesehen: An der Uni Bremen gab es sogar eine studentische Petition zu seinem Verbleib dort.

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