Erster Spatenstich für das neue Auebad

Kassel. Der Ausbau der Kasseler Bäderlandschaft geht Schritt für Schritt voran. Die Bauarbeiten für das kombinierte Hallen- und Freibad, das anstelle des alten Auebads entsteht, haben begonnen. Trotz des Schneetreibens wurde auch am Dienstag auf dem Gelände an der Fulda gearbeitet.

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Im Frühjahr 2013 sollen die ersten Schwimmer in dem 30 Millionen Euro teuren Neubau am Auedamm ihre Bahnen ziehen können. An den zuletzt aus Kostengründen überarbeiteten Plänen des Münchener Architekturbüros Löweneck + Schöfer wird sich wohl nichts mehr ändern. Das gilt vor allem für die Forderungen der Initiative Pro Auebad, die sich für eine Wassertiefe von mindestens 1,80 Meter und eine größere Wasserfläche einsetzt. Er habe mit der Initiative mehrfach Gespräche geführt und gefragt, ob sie mit einer Wassertiefe von 1,35 Meter zufrieden seien, sagte Bäderdezernent Dr. Jürgen Barthel gestern am Rande der ersten Spatenstichs für das neue Bad. Es seien keine Einwände gekommen. „Mehr geht jetzt nicht“, sagte Barthel. Ein tieferes Becken würde zu deutlichen Mehrkosten führen.

Laut Karsten Luttrop-Bauer von der KVV Bau- und Verkehrsconsulting ist es auch kaum möglich, das Becken weiter Richtung Sprungturm zu rücken, um die von der Initiative befürchtete Beschattung durch das Hallenbad im Sommer auszuschließen. Die Möglichkeiten seien begrenzt, wenn man nicht zu nahe an die Fulda rücken wolle. Schatten werde es auch nur in den Abendstunden geben.

Zum ersten Spatenstich waren laut Barthel nur Offizielle und die Schwimmvereine eingeladen worden. An die Initiative Pro Auebad hatte man nicht gedacht. „Wir freuen uns, dass es jetzt richtig los geht“, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen. „Damit sind wir einen großen Schritt weiter bei der Sanierung der Kasseler Bäderlandschaft.“

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Im neuen Auebad werden über 200 000 Besucher im Jahr erwartet. Es soll das Hallenbad Ost, das Stadtbad Mitte und das bis auf den denkmalgeschützten Sprungturm abgerissene alte Auebad ersetzen. Das Hallenbad Süd an der Heinrich-Plett-Straße in Oberzwehren ist bereits mit großem Aufwand saniert worden. In der nächsten Woche, am 22. Dezember, wird es nach anderthalbjähriger Bauzeit wieder eröffnet.

Ob das Freibad Wilhelmshöhe saniert oder durch einen Neubau ersetzt wird, steht noch nicht fest. Weil die Kosten für die Sanierung wegen Problemen mit dem Becken-Untergrund von etwa drei auf über sechs Millionen Euro hochschnellen könnten, befürworten Barthel und der für die Bäder zuständige KVV-Geschäftsführer Norbert Witte einen Neubau. Allerdings gibt es Gegenwind. (els)

Hintergrund: 46 Millionen Euro für Bäderlandschaft

Der Ausbau der Kasseler Bäderlandschaft wird mindestens 46 Millionen Euro kosten und damit erheblich teurer. Ursprünglich sollten nicht mehr als 30 Millionen Euro ausgegeben werden - plus/minus 20 Prozent. 30 Millionen Euro sind nun allein für den Neubau des kombinierten Hallen- und Freibads an der Fulda veranschlagt. Für die Sanierung des Hallenbads Süd wurden sieben Millionen Euro aufgebracht.

Weitere sechs Millionen sind für das Schwimmbad Wilhelmshöhe nötig. Für die Sanierung des Freibads Harleshausen sind bislang 2,6 Millionen Euro veranschlagt. Um die Kosten für das neue Auebad halten zu können, wurden Extras wie das Solebecken im Außenbereich gestrichen sowie unter anderem Abstriche bei Deckenhöhen gemacht. (els)

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