Bald alle Studiengänge mit NC?

Uni Kassel hat erstmals mehr als 22.000 Studenten

Kassel. Die Universität Kassel wird erstmals in ihrer Geschichte mehr als 22.000 Studenten haben. In diesem Wintersemester werden über 4500 Studienanfänger hinzukommen. Damit hat die Hochschule ihre Kapazitätsgrenze erreicht.

„Viel Luft nach oben ist da nicht mehr“, sagte Uni-Sprecher Dr. Guido Rijkhoek. Und das, obwohl die doppelten Abiturjahrgänge erst 2013 und 2014 an die nordhessische Hochschule drängen werden.

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Auch in Göttingen steigt die Studentenzahl weiter: Dort wird der Vorjahreswert von 25.000 im bevorstehenden Semester überschritten.

Wenn die Uni Kassel kein Geld zur Einrichtung weiterer Studienplätze bekommt, müssten künftig vermutlich fast alle Studiengänge mit einem Numerus Clausus (NC) belegt werden, um den Studentenzustrom zu begrenzen.

Derzeit verhandele man mit dem Land Hessen, ob zusätzliches Geld aus dem Hochschulpakt 2020 bereitgestellt werden kann, sagte Uni-Präsident Prof. Rolf-Dieter Postlep. Dabei geht es um die Finanzierung von mehreren hundert extra Plätzen für Studienanfänger in den kommenden Jahren.

Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) teilte mit, dass 2012 und 2013 über 380 Mio. Euro aus dem Hochschulpakt von Bund und Ländern an Hessens Hochschulen fließen sollen. Wie das Geld verteilt wird, steht aber noch nicht fest.

Der nochmalige Anstieg der Studentenzahl der Uni Kassel um mehr als 500 im Vergleich zum vorigen Jahr wird auch die Raumnot verschärfen. Eine Entspannung ist erst mit der Fertigstellung des Hörsaal-Zentrums im Frühjahr 2014 in Sicht.

Eng wird es auch auf Wohnungsmarkt für Studenten. Nach Angaben des Studentenwerks müssen die Neuankömmlinge in Kassel länger als in den Vorjahren nach preiswertem Wohnraum suchen und dabei zunehmend auf das Umland ausweichen.

Rubriklistenbild: © dpa

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