Kasseler Hochschule wird verstärkt Fächer mit NC belegen

Uni erwartet Ansturm durch Doppeljahrgänge

Kassel. Mit den doppelten Abiturjahrgängen durch die Verkürzung der Schulzeit auf zwölf Jahre wird die Nachfrage nach Studienplätzen in den kommenden Jahren steigen. Das stellt auch die Universität Kassel vor Probleme.

Sie kommt durch die Doppeljahrgänge sowohl räumlich als auch personell an ihre Grenzen. Schon bei derzeit 20.600 Studenten herrscht Raumnot. Viel mehr Studienplätze kann die Uni daher nicht zur Verfügung stellen.

„Die Schallgrenze liegt bei 22.000 Studierenden“, sagt Uni-Vizepräsident Prof. Dr. Alexander Roßnagel. Das heißt, dass maximal 1400 weitere Plätze geschaffen werden können. Um die Studienbedingungen akzeptabel zu halten, werde man deshalb weitere Fächer mit einer Zulassungsbeschränkung belegen müssen.

In Kassel wird derzeit über die Einrichtung einer Medizin-Uni diskutiert. Mehr dazu lesen Sie im HNA Regiowiki.

Bundesweit wird von 2011 bis 2015 mit 275.000 zusätzlichen Studienanfängern gerechnet. Das Land Hessen erwartet insgesamt 23.000 zusätzliche Erstsemester. Die meisten werden 2012 bis 2014 an die hessischen Hochschulen strömen, wenn in Hessen je zwei Jahrgänge ihr Abitur ablegen. In Hessen gibt es fünf Universitäten.

Durch die Aussetzung des Wehrdienstes wird es in Hessen nach ersten Schätzungen einen zusätzlichen Bedarf von 3000 bis 5000 Studienplätzen bis 2015 geben. „Im Vergleich zu den doppelten Abitur-Jahrgängen wird das nicht so stark ins Gewicht fallen“, sagt Roßnagel. Schon nächstes Jahr werde die Uni Kassel voraussichtlich mehr als 21.000 Studierende haben, denn auch aus den Nachbar-Bundesländern Niedersachsen und Bayern mit dem doppelten Abi-Jahrgang 2011 werden Erstsemester nach Hessen kommen.

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