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Es gibt Alternativen zur KfW-Förderung: Stadt Kassel informiert

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Von: Bastian Ludwig

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Bauherren sind auf Förderung angewiesen: Nach dem Stopp der KfW-Förderungen, sollten sie sich nach Alternativen umsehen.
Viele Bauherren sind auf Zuschüsse angewiesen: Nach dem Stopp der KfW-Förderungen, sollten sie sich nach Alternativen umsehen. © Christian Mühlhausen

Der kurzfristige Stopp des KfW-Förderprogramms hat auch in Kassel viele Bauherren überrascht. Die Stadt Kassel verweist aber auf Alternativen.

Kassel – Drei Fragen an Michael Schwarm, stellvertretender Leiter der Abteilung Wohnraumversorgung und Wohnungsbauförderung:

Herr Schwarm, was können verzweifelte Bauherren tun, die auf eine KfW-Förderung gehofft hatten, aber nicht rechtzeitig ihren Antrag gestellt haben?

Sie können sich an uns wenden. Das Land Hessen bietet über die Wirtschafts- und Infrastruktur-Bank eine Förderung für selbst genutztes Wohneigentum an. Dies betrifft sowohl den Neubau als auch den Kauf einer Gebrauchtimmobilie. Die Antragstellung dafür erfolgt bei Objekten in Kassel über das Bauverwaltungsamt, Abteilung Wohnraumversorgung und Wohnbauförderung. Betroffene, aber auch andere Interessierte können sich telefonisch unter 0561/ 787 61 14 oder per E-Mail über bauverwaltungsamt@kassel.de bei uns über das Programm informieren. Weitere Informationen sind auf der Internetseite der Stadt Kassel unter der Wohnbauförderung zu finden.

Wie sind die Konditionen in diesem Programm?

Das Förderprogramm ist aus unserer Sicht attraktiv. Es wird ein Darlehen von bis zu 125.000 Euro gewährt. Die Höhe ist bei Neubauten vom Grundstückswert abhängig. Das Darlehen ist mit 0,6 Prozent verzinst und die Tilgung beträgt 3 Prozent. Die Zinsbindung ist auf 20 Jahre angelegt. Darüber hinaus wird das Darlehen nachrangig im Grundbuch eingetragen. Erforderlich ist ein Eigenkapital von 15 Prozent der Gesamtkosten.

Welche Bauherren können sich darauf bewerben?

Zielgruppe der Förderung sind vorrangig Haushalte mit Kindern sowie Haushalte, bei denen ein besonderer Bedarf besteht, etwa wenn ein Haushaltsangehöriger eine Behinderung hat. Aber auch junge Familien ohne Kinder können sich gerne an uns wenden und sich beraten lassen. Für den Antrag sind grundsätzlich die gleichen Unterlagen erforderlich wie bei einer herkömmlichen Baufinanzierung. Im Rahmen der Antragstellung prüfen wir zunächst die Einkommensgrenze. Bei einem Vier-Personen-Haushalt sind dies 58.638 Euro netto. Das entspricht einem Jahreseinkommen von 84.700 brutto.

(Bastian Ludwig)

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