Bald bekommt er auch auf der Koppel Gesellschaft von der jungen Maultierstute Molly

Esel Max geht es jetzt gut

Verstehen sich bereits gut: Esel Max (links) und Maultierstute Molly mit Pflegerin Claudia George in der Tierklinik Kaufungen. Foto:Habich

Harleshausen. Dem Esel Max, der auf einer Weide in Harleshausen lebt, geht es gut. Momentan erholt er sich in der Tierklinik Kaufungen von seiner Kastration. Dort teilt er sich den Auslauf bereits mit der Maultierstute Molly, die ihm auch auf seiner Koppel Gesellschaft leisten wird. Die Kastration von Max war nach Angaben seines Besitzers nötig gewesen, weil ohne diesen Eingriff die sogenannte Vergesellschaftung selbst mit einem Maultier nicht möglich erschien.

Im vergangenen Dezember hatten besorgte Spaziergänger das Veterinäramt informiert, weil sie gesehen hatten, dass Max hinkte.

Der damals vom Besitzer auf Anordnung des Veterinäramtes umgehend hinzugezogene Tierarzt hatte eine chronische Hufrehekrankheit diagnostiziert und nicht, wie berichtet, eine durch mangelnde Pflege hervorgerufene Erkrankung. Die Rehe wurde inzwischen erfolgreich behandelt.

„Ursache für eine Hufrehe ist in der Regel, das zu viel und falsches Futter aufgenommen wird“, sagt Dr. Wolfgang Kähn, Fachtierarzt für Pferde in der Tierklinik Kaufungen, der Max jetzt behandelt. Auf einem Röntgenbild kann er die Spuren der alten Erkrankung noch sehen - sie habe im Huf bleibende Schäden hinterlassen. „Max ist ziemlich gut genährt. Da die Rehe immer wiederkehren kann, ist es wichtig, dass er auch in Zukunft nicht überfüttert wird.“ Sein Besitzer bittet deshalb die vielen Besucher, die regelmäßig zur Weide in Harleshausen kommen, in keinem Fall Mitgebrachtes an Max zu verfüttern.

Tiere verstehen sich

Er selbst hat inzwischen alle Auflagen des Veterinäramtes für die Haltung des Esels erfüllt. Dazu gehört auch, dass er die Maultierstute Molly gekauft hat: Max soll in Zukunft nicht mehr allein auf der Weide stehen. In der Tierklinik wurden die Tiere bereits zusammengestellt und scheinen sich gut zu verstehen: „Wenn sie hier noch einige Tage Gelegenheit haben, sich aneinander zu gewöhnen, wird es auch auf der Weide gutgehen“, glaubt Pferdewirtin Claudia George. Sie betreut die Tiere im Stall der Tierklinik Kaufungen.

Dort wird man Max vermissen, wenn er in wenigen Tagen wieder entlassen wird: „Wir freuen uns hier jeden Morgen, wenn er uns mit seinen lauten Eselsrufen weckt“, sagt Wolfgang Kähn.

Von Irene Habich

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